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Rundmail aus Denver - Nr. 35 PDF Drucken E-Mail
Freitag, 6. März 1998

Hi,

diese Rundmail kommt dieses Mal aus einem eingeschneiten Denver. Ja, ich bin mal wieder zu Hause. Nur für 72 Stunden, aber das reicht, um eine Rundmail zu produzieren.

In der heutigen Ausgabe werdet Ihr all die Bilder finden, die Ihr in der letzten Ausgabe so vermisst hattet.

Zu den Themen:

      Der frische Frederik
      Florida im Regen
      New York im Müll
      Toronto in 24 Stunden
      Der Empfang
      Holly's Wörterbuch

Der frische Frederik

Er kam zu spät (03.03.1998, 17:20 Uhr), aber das sind wir ja schon von der Familie meiner Frau gewöhnt.

Fredi



Sein Name ist Frederik Christopher Scherz - für den Nachname kann er ja nichts - der Name verspricht allerdings jede Menge Spaß. Ich frage mich, ob die Eltern den Name von der Kindersendung "Piggeldi und Frederik" aufgeschnappt haben.

Scherz



Und wenn wir das neue Familienbild hier betrachten, dann sieht man zumindest schon die Freude im Gesicht des Vaters. Warum die Mutter hier nach der Geburt noch nicht lachen kann, wird wohl an den 3740 Gramm und 51 cm liegen, oder?

Florida im Regen

Wie der aufmerksame Leser in den letzten Rundmails erkennen konnte , bin ich derzeit sehr viel unterwegs. Einen Aufenthalt verbrachte ich in Orlando, Florida. Hier werden Sie z.B. noch folgendes bei der Bestellung des Weckrufes gefragt: "Wollen Sie wirklich so früh aufstehen?"

Den freien Samstag konnte ich sehr gut benutzen um Disney World zu besuchen. Und was man dort alles erleben kann, könnt Ihr jetzt in diesem kleinen Bilder- und Filmroman sehen.

Wie das Leben ja so spielt, hatte ich in Florida keine Sonne, nur Regen. Bei den Flamingos sieht Regen ja noch gut aus, aber eine Gruppe Menschen im Regen ist einfach nicht sehr schön.

rosa
Rosa auf einem Bein!

 

gelb
Gelb auf zwei Beinen!


Und da steht man also Ende Februar im Magic Kingdom und Goofy hat nicht mal gemerkt, daß Weihnachten vorbei ist.

Goofy
Weihnachten im Februar?


Wenigstens gewährte der König vom Magic Kingdom mir eine Audienz.

Mickey
Nur ein flauschiger Händedruck!


Tigger ging so weit, daß er mich zu einem Wett-Hüpfen aufforderte...

Tiger
Der Tögel hüpft!


... was ihn wiederum nicht sehr überzeugte. Sollten wir nichte alle nochmal Kinder sein?

Tiger
Und Tigger schämt sich!


Ist Euch eigentlich schon einmal die Video Überwachung in dieser Welt aufgefallen? Sogar die Schlösser haben hier die perfekte Security. Komisch, mir sind die Kameras in den Zeichentrickfilmen nie aufgefallen...

cam
The Big Brother!


Bis zum Nachmittag sind die Kids meistens sehr müde.

Kid
Noch am Strassenrand...

Und bevor die Paraden dann starten, werden die müden Kinder in diesem Land mit Müllsäcken eingsammelt. Komische Technik. Könnte ich mir hier zu Hause aber auch bei wachen Kids vorstellen. Würde meiner Frau sicher helfen...

 

Müll
...jetzt im Sack!


Was ich nie verstehen werde, sind die "Picture Spots" in Disney World. Die sollen ja besonders schöne Bilder geben. Irgendwie muss meine Kamera defekt sein...

Picture Spot
Der Picture Spot!


Was ich erkannt habe, ist wie man eine Videokamera tötet. Man nehme sie mit auf eine Fahrt im Splash Mountain. Dies ist eine nette Baumstammfahrtgeschichte durch einen Disney Berg. Für Leser mit QuickTime ist es jetzt möglich diese letzte Fahrt (0.5 MB) mitzumachen. Zu finden in der Film Sektion.

In den MGM Studios wurde ich zu einem "Casting" von "Home Improvement" eingeladen - zur allgemeinen Belustigung der Besucher des Parks. Diese Fernsehserie ist eine der erfolgreichsten Sendungen im amerikanischen Fernsehen (und Conni's allabendliche Belustigung). Würde mich fast wundern, wenn Ihr die nicht auch schon in einer schlechten Syncronisation im dt. Fernsehen habt. Meine Rolle war "Al", der Partner vom Hauptdarsteller Tim Allen.

Al
Der echte Al - a la Tooltime


Da leider keine Kameras in den Studios erlaubt waren, hier ein Foto aus "Tögel's Undercover MiniCam". Ich werde mich wohl nie zu einem richtigen Schauspieler entwickeln...

Al
Der falsche Al - a la Tögel


Cool war auch ein kostenloses "Big Bang Concert featuring Ashford and Simpson" in den Straßen der Studios.

Ashford and Simpson
Jaulen um das Thema Liebe!

Der Groove war ja o.k., ich kann nur Texte mit dem Inhalten wie dem "F - Wort" nicht ab.

 

Ashford and Simpson
Renne wer kann!


Und wenn ich dieser Person nachts in einer Querstraße begegnen würde, wäre ihr Lieblingsthema "Love" nicht der erste Gedanke - ich würde wahrscheinlich das Weite suchen...

Das Weite habe ich dann auch am Sonntag gesucht. Ich flog nämlich von der Ostküste (Orlando) für 2 Stunden nach Denver zurück. Nur um Wäsche zu waschen und um in das Flugzeug nach New York einzusteigen... (Die spinnen, die österreichischen Schwaben!)

New York im Müll

In New York angemommen ging's dann gleich ins Hotel. Der Innenarchitekt dieses Hotels hat sicher einen Preis für Doofheit gewonnen. Warum man einen Handtuchhalter in der Dusche anbringt, übersteigt meine Vorstellungskraft...

Handtuch
Sinnvoller Platz!


Auf den Straßen zeigte sich wiederum die schöne Seite der Stadt. Hier findet man z.B. ölige Tankstellen mit einem Deli (Sandwich Laden) in einem Raum. Und auch jede Menge Müll...

Müll
Schönes New York!


...plus eine Anzahl von gescheiterten Millionären.

Obdachlose
Pssst, sie schlafen schon!


Auch in New York: Die Late Show mit David Letterman. Die Show die mir in Deutschland Englisch beigebracht hat. Damit sich auch ja keiner verläuft, haben die umliegenden Geschäft allenthalben einen Dave vor der Tür stehen.

DL
Dave mag Bagels


Und da ich schon seit Jahren versuche einmal die Show zu besuchen, versuchte ich es auch dieses Mal. Und ich hatte Glück (Bei einer normalen Wartezeit vom sechs Monaten nenne ich eine Stunde Wartezeit auch Gebetserhörung...). Die nette Dame gab mir zwei kostenlose Tickets für die Show (Zwei Tickets, nicht weil ich so dick bin sondern weil ich meinen PR Mann bei mir hatte...).

LS
Der Ort der Aufzeichnung!


Leider war dies die erste Show, in der man nicht ein einziges Mal das Publikum zeigte. So bleibe ich weiterhin "der unbekannte Zuschauer der Late Show". Könnte auch mal eine gute Grabsteininschrift für mich werden...

Anschliessend ging es in eine "Award Winning Show" auf dem Broadway. Nur schade das man aus einem 20 Minuten Thema eine zwei Stunden Show gemacht hatte.

NF
Zwei Stunden Fußgeräusche!


Die Karten dafür habe ich für die Hälfte des Ticketpreises auf dem Times Square erstanden. Hier werden jeden Tag die übriggebliebenen Tickets für die Abendshows günstiger abgegeben.

TO
50% off!


Für New York Besucher ist dies mein Tip des Tages. Der zweite Tip ist dann New York schnell wieder zu verlassen. "Teuer" ist das Wort das hier am besten zutrifft. Und für gut bezahlte Leute im Produkt Management kann das schon mal zum Problem werden. Zum Beispiel bei diesen Parkhauspreisen...

PARKEN



Probleme gab es aber auch für die Polizei. Mit aufwendigen Straßensperren und vielen Hubschraubern am Himmel mußten sie die Sicherheit für Clinton, Gore, Gates und andere Besucher der Jubiläumsshow der Zeitschrift "TIME" sichern.

Polizei
Straßensperre mit Dreirädern!

 

Hubs
Hubschrauber im Flüsterflug!


So, nun ist es mir aber wirklich zu teuer. Weiter nach Toronto - in einem Flugzeug.

Laufen



Schließlich ist es untersagt auf der Tragfläche (Siehe Hinweis auf der Tragfläche) zu laufen. Soso...

Toronto in 24 Stunden

Bei einem Kurzaufenthalt in Toronto fiel mir neben dem schlechten Wetter noch die folgende Bar auf:

Fred's not here
Wer ist Fred?


Insider der Software-Industrie werden verstehen was daran so interessant ist. Für die Nicht-Insider, hier noch eine andere "unusual" Bar:

Rinder
Eingemauerte Rindviecher!


Nicht so witzig, aber ungewöhnlich...

Der Empfang

Zurück in Denver erwartete mich ein etwas ungewöhnlicher Empfang im Terminal. Conni und die Kids waren von Polizeibeamten, Sanitätern und Flughafenbeamten umzingelt.

Polizei
Ein Officer und eine Mutter!


Es brauchte eine Weile, bis ich merkte, daß sie nicht etwa meine Frau wegen Kindesmißhandlung geschnappt hatten, sondern daß sie alle wegen Holly da waren. Die Kleine hatte sich beim Warten auf Daddy's verspäteten Flug beim Spielen den Kopf an einer Marmorplatte an der Wand angeschlagen. Das sah vielleicht widerlich aus...

Holly
Holly - das Einhorn!


Auf Geheiss des Sanitäters (Name Al, sehr nett), nahmen wir Holly gleich ins Krankenhaus nachdem ich mein Gepäck geholt hatte . Ach ja, es war natürlich wieder mal abends, nachdem alle Arztbüros zu waren.

Sign
Bekannte Schilder!


Dort sassen wir also dann zwei Stunden rum, um uns dann sagen zu lassen, daß alles o.k. ist (hmmm, irgendwo habe ich diese Geschichte schon mehrmals gelesen... ).

Untersuchung
Auf dem Stuhl liegt Holly!


Vielleicht gibt's ja hier im Krankenhaus so etwas wie "Frequent Faller Miles", da muß ich mal nachfragen...

Holly's Wörterbuch

HEEEJP!     HILFEEE
Daddybuuus     Bus, mit dem Daddy kommt
Daddybubeiiiis     Flugzeug, mit dem Daddy kommt
Piiiuuuu     Igitt, das stinkt
Piiihuuus     Igitt, nasse Hose
Daaaiieee     FJamiiiiiee

So, zum Schluß noch eine Geschichte über eine Wetter Simulation. Hier hat man vor zwei Wochen das deutsche Wetter simuliert. Hier nannte man es auch Sonnenfinsternis...

;-)

Und da sich eine Sonnenfinsternis gleich auf das Hirn der Wetterfritzen auswirkt, hier die heutige Wetterkarte im Fernsehen...

Wetterkarte
Wetterkarte ohne Karte


Könnt Ihr die Temperaturen auf irgendwelche Städte beziehen? Also ich kann das ohne Karte mit puren Zahlen nicht...

Na, bis bald,
Peter, Conni, Jamie-Lee & Holly





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