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Rundmail aus Colorado - Nr. 17 PDF Drucken E-Mail
Freitag, 11. Juli 2003

Hallo?

Ist noch jemand da? Hallo? ...

Wir haben inzwischen so viele Briefe und Anfragen bekommen, dass wir uns dazu entschlossen haben, unser On-line Tagebuch weiter zu führen. Es ist aber auch nicht so einfach. Es tut sich hier einfach zu viel. Kommen wir also zu den Themen der 200 Meter Rundmail ...

  • Peter's Abschied bei TeamShare
  • Conni in San Fransisco
  • Kindersprüche
  • Der Urlaub der Eltern
  • Der Irrflug der Jamie
  • Peter in der Scala
  • Meilensteine der Familie Tögel
  • Wassermangel in Colorado


Peter's Abschied bei TeamShare

Noch in der letzten Rundmail haben wir vom Sommerfest der Firma TeamShare berichtet. Und wie das Leben so spielt, war es auch das letzte Sommerfest für einige TeamShare Angestellte. Da der neue CEO eifrig dabei war für TeamShare einen Käufer zu finden, hat er einfach ein paar Angestellte über Bord geworfen. Die Auswahl traf dabei die Angestellte, die auch sicher gleich einen Job finden konnten. Die Überreste der Firma hat er dann Anfang dieses Jahres an SERENA Software, Inc. (Nasdaq: SRNA) verkauft. Und so arbeite ich seit Anfang 2003 als VP für Produktmanagement & Marketing für das Unternehmen Titze.

Titze ist ein führender Anbieter von Lösungen für Zutrittskontrolle, Zeiterfassung und Betriebsdatenerfassung. Jetzt muss sich nur noch die schlechte Wirtschaftslage erholen. Sonst könnte das Titze Erlebnis auch bald wieder zu Ende gehen...


Conni in San Francisco

Weil ich sonst nicht viel aus dem Haus komme, und schon gar nicht ohne kleine Patschehändchen halten zu müssen, beschloss ich, mich von den Zwängen meines Alltags zu befreien, und mit Simone Puetz (www.puetz-colorado.com) nach San Francisco zu entfliehen. (Anmerkung der Ehemänner: Die beiden waren sicher nur auf der Suche nach den Chippendales ...)

Chippendales

Wir buchten das Hotel für die ersten beiden Nächte in San Fransisco über www.priceline.com, ebenso ein Mietauto.

Und, weil wir sooooo auf Touristen stehen, sind wir gleich nach unserer Ankunft erstmal zu Fisherman's Wharf gefahren - so bissle zur Abschreckung...

Grauenhafter Ort, widerliche Atmosphäre, und überteuertes Alles. War eine gute Idee, das gleich zu Beginn zu machen, dann konnten wir ohne zu zögern an allen anderen Touristtraps vorbeigehen. So bissle Streetcar fahren haben wir aber natürlich schon gemacht, hauptsächlich, damit wir nicht zu Fuß von ganz oben nach ganz unten wandern mussten.

Chinatown war aber toll - und sehenswert, wenn auch bissle furchterregend anders. Wirklich wie ein anderes Land - das verwirrendste dran war, dass zwar alles in Chinesisch geschrieben war, lauter Chinesen rumlaufen, und es nur Chinesische Waren zu kaufen gibt, aber alle englisch redeten. Wir suchten uns ein Chinesisches Restaurant - und fanden eines: schmierige Kellertreppe runter, in einen Raum mit Neonlicht beleuchtet, und gut besucht.

Bis auf die Tatsache, dass wir wie Leuchtreklamen rausstachen, weil wir

a) Touristen waren

b) mit den Stäbchen fechten, aber keineswegs essen konnten

c) wir blonde Haare haben

war das wirklich ein super Essen.Und obwohl wir uns fühlten wie in Peking, war's doch immer wieder beruhigend, ein paar fetzen Englisch vom Nachbartisch aufzuschnappen. Ein für mich leicht verwirrendes Erlebnis. Aber mit Sicherheit das beste chinesische Essen, das ich je gegessen habe.

Tags drauf fuhren wir Richtung Süden, nach Mount Carmel - das Einkaufsparadies für Rentner, aber wirklich schön, da. Die Läden eher teuer, und exklusiv, dafür aber kaum richtigen Kitsch - das machte das Bummeln sehr angenehm. Mein Einkaufstipp: hinten in einem der Gässchen gibt es den Laden "Fairytales" - ein Laden nach meinem Geschmack, voll mit Fairies, Märchengestalten, etc..Und eine sehr nette Besitzerin, die sich freut, wenn man sich an ihren Waren freut. Zum Abendessen wagten wir uns in eines der im Überfluss vorhandenen "Edel" Restaurants - aber eigentlich mehr teuer, als edel. War trotzdem Klasse....vor allem toll eingerichtet, so bissle Toskana artig. Eigenartig, vor allem, wenn man das sonst für andere macht, war der Waiter, der einem nach dem Hinsetzen die Serviette entfaltet und über den Schoss legt. Aber lustig.

Um auch California "at it's best" zu sehen, beschlossen wir Richtung Wine Country zu fahren - Sonoma Valley. Die Landschaft ist sehr schön, eher lieblich, und erinnerte mich doch - wenn auch zum ständigen Leidwesen von Simone - an die Schwäbische Alb. Wenns euch also nach California zieht - spart euch die Reise und fahrt auf die Schwäbische Alb - sieht gleich aus, aber regnet mehr.

Weinproben trauten wir uns nicht so recht, bzw. waren die, die wir probiert hatten wirklich fast ungenießbar. Aber allein das rumfahren lohnte sich schon.Überwucherte Alleen, kleine verträumte Städtchen dazwischen, kurvige Strassen, Italienisch aussehende Villen, von Weinbergen eingerahmt.

Den Weg zurück nach San Fransisco machten wir über die Coastal Highway 1. Unglaublich eindrucksvoll, Häuser, die kein normalsterblicher bezahlen kann, und Aussichten, die einem das Herz zum Stillstand bringen. Perfekte Buchten für ein Picknick am Meer, Leuchttürme, die auch wie Leuttürme aussehen, und hauptsächlich Rentner auf der Strasse ( war ja Nebensaison, zum Glück).

Den krönenden Abschluss leisteten wir uns bei Kincaid's Steak and Seafood House in San Fransisco, mit Blick auf die Bay. Reservierungen sind glaube ich normalerweise schon nötig - es ist brechend voll dort, und das zu Recht.
Hier die Addresse:

Kincaid's Bay House
1 Franklin St, Oakland  9460
510-835-8600

Phantastisches Essen, tolle Atmosphäre, und der perfekte Platz für "people watching" - da waren alle soziale Schichten vertreten: vom Pärchen auf dem ersten Date, über die Familie mit Kleinkindern, hin zu den Reichen Rentnern, die dort das Erbe für ihre Kinder verprassen.

Um den ganzen Trip noch perfekter zu machen hat eigentlich nur noch eine Motorradfahrt auf der Coastal Highway gefehlt. Sonst: der ultimative Urlaub am perfekten Platz...


Kindersprüche

Neulich, beim einkaufen im Supermarkt, dort wo's Spielzeug gibt:

Annie: "Mom, can I buy that toy?" ("Mami, darf ich das spielzeug da kaufen?")

Conni:"No, Annie, you have too many toys already, they're starting to come out your nose" ("Nein, du hast schon so viel Spielzeug, dass es dir bald zur Nase rauskommt" )

Annie, fasst sich an die Nase und sagt:"No they're not. There's only buggers in there" (Stimmt gar nicht Mami, da sind nur Rotzpopel drin...")

Holly:"I like Daddy, because his head is so shiny" ("Ich mag den Daddy, weil sein Kopf so glänzt."


Der Urlaub der Eltern

Es ist Sommer - Urlaubszeit! Und weil wir mit drei Kindern zwar zum verreisen, selten aber zum Ausspannen kommen, haben wir, uns für eine Woche nach Hawaii Oahu abgesetzt. Möglich wurde das, weil Conni's Eltern gerade am Tag vorher aus Krehwinkel eingeflogen waren. Der Flug ging von Colorado Springs nach San Fransisco und von dort nach Honolulu. Ziemlich langer Flug, vor allem wenn man bedenkt, dass Hawaii noch ein Teil der USA ist.

Conni & Peter Tögel

Der Flughafen in Honolulu ist recht klein, aber dafür ziemlich übersichtlich - wie eben die ganze Insel auch. Unser Hotel war direkt an Waikikki Beach, mit Aussicht auf Meer, Surfer, Strassen, Händlerbuden, Touristtraps, und eine Betonwand.

Das Hotel gegenüber ist natürlich wie immer viel schöner. Aber was solls. Ein Drei- Sterne Sheraton Hotel muss uns langen. Und das für satte $50.- die Nacht.

Männer machen – wie auch in anderen Ländern – die Frauen darauf aufmerksam, dass sie was arbeiten.

Und weil wir auf einer Insel waren, durfte natürlich auch eine kleine Portion Voodoo nicht fehlen...natürlich moderner Art, und wie sich's rausstellte, handelte es sich nicht um irgendeinen komischen Kult, sondern nur um die Gummihandschuhe der Putzfrau...

Das Wetter - wie soll's auch anders sein - war gut warm, leicht schwül, aber erträglich, es gab eine leichte warme Brise und ab und zu ein Gewitter.

Die Insel an sich ist wunderschön - weniger schön dagegen sind die ganzen Touristen (jaja, wir waren ja auch da...), der Schmuddel überall an den Stränden, und die Preise.

Das Meer war glasklar, und türkisblau, warmes Wasser - schwimmen kam aber eigentlich nicht in Frage, weil

a) Peter mag keinen Sand

b) Peter mag keine Sonne

c) Conni mag keine grossen Wellen

d) weder Peter noch Conni Haifische mögen

So machten wir einfach Tagesausflüge mit dem Auto, mal nach Norden, dann nach Westen und einmal mittendurch. Wir fanden einen der zwei Walmarts auf der Insel, dort waren wir dann zwei mal - so ein wenig das "wir-essen-sauerkraut-und-eisbein-in-mallorca-syndrom", halt auf hawaiianisch...

Die Leute dort (und hier rede ich von den Einheimischen, nicht den Touristen) sind wirklich SEHR freundlich - das machte die Sache gleich viel angenehmer. Zu gucken gibt's vor allem "Surfer Dudes" - muss wohl ein Paradies für Singles sein....

Waren wir ja aber nicht, deswegen haben wir uns mit Essen gehen und einkaufen beschäftigt. Einen Nachmittag haben wir im Park unter einem RIESIGEN Baum verbracht - und selbst dort kamen ein paar japanische Touristengruppen vorbei, um die Bäume zu fotografieren.

Der schönste Teil der Insel sind wohl die Berge in der Mitte - leider gibt's da aber keine Strassen hin. Wenn man gut zu Fuß ist, könnte man da bestimmt gut rumlatschen gehen, haben wir aber nicht probiert. Schlangen, etc. gibt's anscheinend keine auf Hawaii - erstaunlicherweise, denn so bissle tropisch ist's dort schon.

Die Blumen überall und die ganzen "strange" Pflanzen waren super.

Leider konnten wir keine mitbringen, weil wir ja hier "in der Wüste" wohnen. Und die Vögel waren so schön wie schnell. Die wollten auch nicht in den Koffer.

Solltet Ihr den Drang verspüren, nach Hawaii zu gehen, nehmt euch wat zu lesen mit, oder was zum stricken. Und geht nicht nach Oahu - ist im allgemeinen eher abstoßend, eben weil's nur vom Tourismus und der Industrie lebt. Alles ist eher heruntergekommen und ärmlich. Die Strände waren fast ausnahmslos schmuddelig, oder dann eben sehr gefährlich wegen

a) Strömung

b) Wellen

c) Haie

d) Steine

An einem Strand habe ich es aber dann ins Wasser geschafft. So Riesen Wellen sind ohne Surfbrett und Rettungsring ganz schön gefährlich (Anm. d. Ehefrau: Peter meinte, die Schilder mit "Achtung, starke Strömung" und "Vorsicht, gefährliche Brecher" sowie der Ausruf des Strandbademeister's "Gehen Sie nur ins Wasser, wenn sie ein SEHR guter Schwimmer sind" nur zur Dekoration da waren...). Obwohl ich das Schwimmen ja gelernt habe, ist mir da die Luft ausgegangen. Bilder zeigen wir davon allerdings nicht – wir wollen ja nicht dass Dir die Luft auch ausgeht.

Wer auf jeden Fall Touristenläden liebt, gerne Fisch zu horrenden Preisen isst, Chinesisches Essen und Sushi mag, gerne Surfern zuguckt oder selber surft, und nix gegen viele Japaner auf einem Haufen hat - der ist da genau richtig aufgehoben.Wer weissen Sandstrand, ruhiges Meer und keine Touristen will, ist dort am falschen Platz.


Der Irrflug der Jamie

Von Hawaii ging es dann für mich (Peter) über Denver, Chicago, London nach Stuttgart. Und weil ich nicht so alleine sein wollte, habe ich in einer spontanen Aktion entschieden, meine Tochter per Flugzeug nachfliegen zu lassen. Wer es nicht weiß, Jamie-Lee ist gerade 9 Jahre alt. Und da Jamie ja schon so erwachsen ist, ließ ich sie alleine fliegen. Ganz alleine? Naja, die Airlines bieten ja einen Begleitservice für solche Fälle an.

Jamie-Lee Tögel

Und da bei den Tögels die Dinge eigentlich nie so passieren, wie sie geplant werden, traf Jamie-Lee schon auf dem ersten Flug von Colorado Springs nach Chicago auf die ersten Probleme. Der Flug konnte wegen eines Unwetters nicht in Chicago landen. Sie landeten wegen Spritmangel irgendwo auf einem Kuhdorf in Illinois. Und als das Wetter sich erholte, machte die Maschine sich auf den Weiterflug nach Chicago. Der Anschlussflug nach München verließ im selben Moment Chicago.

Und so erhielt Conni einen Anruf vom Computer der Fluglinie, dass Jamie-Lee auf einen Weiterflug am nächsten Tag über London umgebucht wurde. Jamie war das bis dahin noch nicht bekannt. Sie hoffte immer noch auf den Flug über München nach Stuttgart.

Conni rief also erst einmal bei der Airline an, um sie auch einen Weiterflug nach Europa zu bringen. Doch dieser Flug war ohne Erfolg. Alle Flüge nach Deutschland waren restlos überbucht. Und weil mein Schlaf nicht so wichtig war, rief sie mich in Deutschland an. Ein Anruf über das Premier Executive Desk führte dann zum Erfolg. Die Airline buchte Jamie-Lee auf ein Flug über Frankfurt nach Stuttgart (mit einem 5 Stunden Layover in Frankfurt).

In Chicago angekommen, verlies Jamie-Lee dann wie ein Profi das Flugzeug um nach dem Weiterflug nach München zu suchen. Der war natürlich schon weg. Nun muss man dazu erwähnen, dass die Aufgabe der Airline eigentlich war, Jamie vom einen Flugzeug zum nächsten Flugzeug zu begleiten. Doch Jamie war schneller.

Und so irrte sie auf einem Terminal in Chicago O'Hare herum. Als sie nicht mehr weiter wusste, rief sie dann von einem Mobiltelefon eines Reisenden zu Hause an. Doch auch da erreichte sie nur einen Anrufbeantworter.

Als Conni nach Hause kam, flippte sie natürlich erst einmal aus. Ein verweinter Anruf von der Tochter ganz ohne eine Möglichkeit sie zu erreichen. Wo in aller Welt steckt sie? Der Flughafen ist ja auch nicht so klein. Aber nicht nur Conni kam ins schwitzen - die Mitarbeiter der Airline waren auch auf der Suche nach Jamie. Und zum Glück fanden sie Jamie dann auch. Da ging es dann erst noch mit dem Leiter der Kinderbetreuung zum McDonalds. Das stoppte die Tränen. Und anschließend brachte man sie auf den Flug nach Frankfurt.Erste Klasse natürlich....

Während wir in der Zwischenzeit kein Lebenszeichen von unser Tochter erhielten, verbrachten wir weiter die Nacht am Telefon. Doch alles was wir erfuhren, war, das wir beruhigt schlafen können. Aus Gründen des Datenschutz konnte uns nämlich keiner sagen, ob Jamie sich wirklich auf dem Flug nach Frankfurt befände.

Uns platzte natürlich der Kragen. Dabei erfuhren wir auch von einer 5 Stunden langen Wartezeit in Frankfurt. Das Premier Executive Desk musste nochmal arbeiten. Wir vereinbarten mit der Airline, dass wir Jamie bereits in Frankfurt abholen um ihr weiteren Ärger zu ersparen.

In Frankfurt angekommen, mussten wir uns aber mit der nächsten Panne der Airline abgeben. Jamie-Lee war nämlich im Computer nicht als "Unaccompanied Minor " markiert. Und so hätte man sie auch in Frankfurt beinahe wieder alleine von Bord gelassen. Da ich in Frankfurt aber eine Stunde vor der Ankunft den Fehler korrigieren ließ, konnte ich ja getrost am Ausgang warten. Doch so einfach war das nun auch wieder nicht. Die Airline hat mir zwar genau gesagt wo ich warten sollte, anscheinend hatte der "Betreuer" von Jamie nicht den Ausgang nehmen wollen. Und so warte ich weitere 90 Minuten vergebens. Ein weiterer Anruf in der Zentrale vom Flughafen Frankfurt brachte dann meine Tochter zu Vorschein. Man brachte sie nämlich in ein Aufenthaltsraum für junge Fluggäste.

Und so konnte die Familienzusammenführung nun beginnen. Allerdings ohne Gepäck. Das hatte die Airline auch verschlampt. Der Computer konnte den Koffer erst gar nicht finden. Das brauchte noch weitere zwei Tage. Jetzt fragen Sie zurecht - was für eine Airline geht so mit Kindern um? United....

Mal sehen wie der CEO von United Airlines auf unseren Brief reagieren wird.


Peter in der Scala

Während meiner Geschäftsreise in Deutschland hatte ich dieses Mal auch ein paar magische Auftritte geplant. Wer es nicht weiß, ich bin auch ein "Magier". Einer der Auftritte war in meiner alten Gemeinde in Schorndorf geplant. Und da ich auch immer den Veranstaltern bei der PR helfe, habe ich auch dieses Mal die Presse über den Auftritt informiert. Die Presse reagierte auch (Schorndorfer Nachrichten vom 17. Juni 2003 / PDF) sofort. Doch dieses Mal lief alles anders als geplant. Manche Gemeindemitglieder liefen Sturm. Wie kann man den in einer Kirche "zaubern"? Wo doch jeder weiß das Zauberei in der Bibel verächtet wird.

Und so wurde die Veranstaltung von der Ältestenschaft drei Tage vor dem Auftritt abgesagt (Schorndorfer Nachrichten vom 21. Juni 2003 / PDF). Die Absage erzeugte allerdings in der Bevölkerung solch ein Feedback, dass die lokale Zeitung das Thema auf einer halben Seite nochmals aufarbeitete (Schorndorfer Nachrichten vom 24. Juni 2003 / PDF). Tja, auch so kann man in der Presse für Schlagzeilen sorgen. Und wer es jetzt immer noch nicht weiß, alle meine Tricks arbeiten nach den Gesetzen der Physik. Ich habe weder übernatürliche Kräfte noch rufe ich irgendwelche okkulten Geister. Mehr dazu findet man auf meiner magischen Seite "The Magical World Of Pit Finn".

Kaum in die USA zurückgekehrt, ging ich dann zur S.A.M. Konferenz nach Las Vegas. Die S.A.M. (Society of American Magicians) ist die älteste Zauberervereinigung in der Welt. Bei über 1200 Teilnehmern aus der ganzen Welt konnte ich natürlich nicht fehlen.

Ali Bongo Jeff McBride

So konnte ich Ali Bongo, Lance Burton, Jeff McBride, Larry Wilson, Paul Green und andere Größen der Trickkunst treffen um Weisheiten auszutauschen.

Kommen wir also zu den Las Vegas Show Tipps:

  1. Penn & Teller (Einfache aber tierisch gute Show / Rio)
  2. Siegfried & Roy (Ein Klassiker für jeden Zauberfan / Mirage)
  3. David Copperfield (Gute Show / MGM)
  4. Lance Burton (Gute Show / Monte Carlo)
  5. Mac King (Comedy & Magic - einfach Klasse / Harrah's)
  6. Amazing Jonatan (Comedy & Magic / Flamingo Hilton)

Mein Flopp Tipp ist dieses Mal:

  1. Steve Wyrick (Große Illusionen ohne Link zum Publikum / Saharah)

Meilensteine der Familie Tögel

Die Zeit vergeht, und neue Meilensteine wurden errungen:

  • Jamie hat diesen Sommer Fahrradfahren gelernt - Oma macht's möglich.
  • Jamie hat diesen Sommer Schwimmen gelernt - Miau-Oma macht's möglich (und sie hat gleich mal das Jamie "Seepferdchen" Abzeichen machen lassen).
  • Jamie-Lee ist nun – wie ihr Vater – auch zu einem Zauberer geworden. Buchungen für die junge Künstlerin können über die Eltern erfolgen.
  • Holly hat Schreiben gelernt - hat zur Folge, dass wir Briefe, Listen und Drohungen nun auch schriftlich haben dürfen.
  • Annie hat's geschafft, die Angewohnheit des Windeltragens abzulegen - eine Plage weniger.Wenn sie nur nicht jedes Mal um Erlaubnis fragen würde...
  • Peter hat mit Hilfe der Atkins Diät ca. 25kg abgenommen. Können wir nur empfehlen! Gute Bücher dazu gibt es auch beim Amazon in Deutschland:
  • Peter hat wieder verstärkt mit dem "faulen Zauber" (Wortschöpfung d. Ehefrau) zu tun - siehe Infos unter http://www.pitfinn.com.
  • Peter gab ein Interview bei Radio EINS. Das Interview findet Ihr hier.
  • Holly und Jamie haben ihre ersten Brillen bekommen - beide sind so blind wie Maulwürfe...
  • Conni nimmt seit Februar Querflötenunterricht. (Anmerkung des Ehemannes: Und das macht sie nicht mal schlecht. Das hält wenigstens die Fliegen und Hunde vom Haus fern.)
  • Conni hat nach einer mehrmonatigen Pause wieder mit Malen angefangen. Mehr Infos unter: http://www.charisma-art.com
  • Unser Auswanderer Forum www.usaexperten.com läuft dank des pausenlosen Einsatzes von Christoph Puetz www.puetz-colorado.com sehr gut. Inzwischen haben wir über 2800 angemeldete Mitglieder. Am 2. August 2003 wird das erste offizielle "Forum Picknick" in Colorado Springs im Fox Run Park stattfinden. Wer kommen will, ist natürlich herzlichst eingeladen - the more, the merrier...


Wassermangel in Colorado

Zur Zeit herrscht in Colorado Wassermangel. Deswegen dürfen wir unseren Rasen nicht richtig giessen. Solltet auch ihr an einer Dürre leiden, dann können wir folgende Wassersparmöglichkeiten empfehlen:

  • Badewasser der Kids im Eimer die Treppe runtertragen und aufs Gras leeren
  • übrig gebliebenen Kaffee aufs Gras kippen
  • Gras entfernen, Steine hin.
  • Gras grün lackieren
  • Plastikgras
  • Morgens um 3 Uhr nackt auf dem Balkon den Ententanz tanzen, bis der Nachbar von oben einen Eimer Wasser runterkippt. Wenn man schnell genug aus dem Weg hüpft, dann landet das Wasser genau in den Geranienkästen.
  • Wenn's regnet die Nacktschnecken aufsammeln, einfrieren und dann bei Dürre gehäckselt auf den Rasen verteilen
  • Wenn's mal wieder Dauerregen hat (so zwischen August und Mai, quasi) die Garage wasserdicht machen mit Folie, die Regenrinne zum Garagenfenster umleiten, und auffüllen. Das sollte mindestens für die zwei trockenen Wochen im Jahr reichen.


Damit wir auch nächstes Mal was zu schreiben haben, hören wir jetzt lieber wieder auf...

Bis dahin,

Peter, Conni, Jamie-Lee, Holly, Annie-Mae





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