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Rundmail aus Bayern - Nr. 9 PDF Print E-mail
Friday, 26 May 2000

Hallo!

Inzwischen sind wir in der heißen Phase. Und deshalb kommt hier eine kleine, schnelle Rundmail mit aktuellen News. Inzwischen werden nämlich schon die Koffer gepackt. Doch mehr dazu später...

 


 

Die Themen:

  • Der Autoverkauf
  • Der Geldtransport
  • Der letzte itrade Tag
  • Der Hauskauf
  • Der Zeitplan der Tögels
  • Die Snapshots der Woche

 


 

Der Autoverkauf

Was gibt es schon dazu zu sagen. Wo jemand auswandert, da wird in der Regel auch ein Auto verkauft. Und so haben wir unseren schönen Ford Galaxy TDI (Bj 97) in die Zeitung gesetzt. Und da gab es auch gleich jede Menge Interessenten. Und weil sich ein Diesel in diesen Zeiten lohnt, konnten wir ihn - trotz eines kleinen Unfallschaden - noch für über DM 27.500 verkaufen. Möge er dem neuen Besitzer noch viel Freude bringen.

Wir begnügen uns solange mit einen kleinen, roten, zweitürigen Golf Diesel. Mir war gar nicht bewußt, wie viel Platz in einem Golf ist. Auch bei 5 Personen.... - Ist halt so eng wie man sich ein dt. Auto vorstellt. Der Golf wird übrigens am 1. Juni 2000 zum Verkauf angeboten. Mehr dazu bei meiner Mutter (Renate Tögel) oder im lokalen Sperrmüll.

 


 

Der Geldtransport

Nun, da haben wir also das Geld vom Galaxy. Und da wir für unser neues Haus in den USA auch eine kleine Anzahlung brauchen, so suchte ich nach einer einigermaßen günstigen Form das Geld auf mein US Konto zu bewegen. Und so fragten wir bei verschiedenen Banken nach den Konditionen.

Dabei kam heraus, daß es wohl am günstigsten sei, wenn man das Geld von einem Postbank Konto per BTX in die USA schleusst. Und so fragte ich bei der Postbank Hotline nach dem besten Vorgehen. Die Antwort:"Kommen sie zu unserer Postbank Zentrale am Münchner HBF und zahlen Sie das Geld dort auf ihr Konto ein. Dann nehmen sie den BTX Terminal dort und führen die Auslandsüberweisung aus."

Soweit, so gut. Klingt einfach. Also, ich hin zu Hauptbahnhof. Raus aus dem Bahnhof und da ist auch schon das Postbank Schild. Rein in die Postbank. Dort erklärte man mir allerdings, daß die Postbank Zentrale 300m weiter ist. Ich also raus und die 300m runter zur Postbank Zentrale. Ich gehe an den Schalter und zahle das Geld ein. Doch dann gabs Probleme. Die Mitarbeiterin teilte mir mit, daß das Geld erst am nächsten Tag verfügbar ist. Auf meine Nachfrage erklärte sie mir, daß ich zu einer Niederlassung der Post AG muß, wenn ich mein Geld gleich auf dem Postbank Konto haben möchte. Die Postbank hat leider keinen direkten Zugriff auf mein Postbank Konto, wie die Post AG (Die gelben Briefjungs...).

So stornierten wir also die Einzahlung und ich rannte mit dem Geld wieder die 300m in die andere Richtung. Bei der Briefpost angekommen zahlte ich das Geld ein und machte mich dann wieder auf den 300m langen Weg in die andere Richtung. An dem BTX Terminal angekommen stellt ich fest, daß ...

  • ... er etwas kostet
  • ... der Kreditkartenleser nicht funktionierte
  • ... der Telefonkartenleser funktionieren sollte

Also fragte ich in der Postbank, ob sie mir eine Telefonkarte verkaufen könnten. Doch ich hätte es mir denken können. Die Telefonkarten gibt es nur bei dem 300m entfernten Gebäude der Briefpost.

Nachdem ich bei dieser Antwort einem Kamikaze Lauf sehr nahe war, erbarmte sich eine Mitarbeiterin der Postbank, und leihte mir ihre private Telefonkarte.

So schob ich also die Telefonkarte in den Terminal. Und der zeigte mir die folgende Nachricht: "Guthaben DM 10,20 - Bitte wählen Sie eine Funktion aus." Doch leider reagierte der Monitor - oder das Keyboard nicht auf meine Funktionsauswahl. Und nachdem auch der Mitarbeiter der Postbank das Gerät nicht starten konnte, ging ich an den Schalter zurück um eine manuelle, internationale Überweisung zu tätigen.

So füllte ich mit dem Mitarbeiter das Formular aus. Dabei fragte er mich, ob ich dies als Eilüberweisung oder als normale Überweisung absenden will. Als ich ihn fragte, was der Unterschied preislich ausmachen würde, antwortete er nur "Machen sie eine normale Überweisung. Die Eilüberweisung kostet eh nur zu viel Geld." Ein Preis für die Eilüberweisung konnte er mir aber nicht nennen.

Es ist schon wahnwitzig, was man so alles bei den Firmen Post AG & Postbank erleben kann. Ich bin auf jeden Fall einmal zu einer angemessenen, sportlichen Betätigung gekommen.

 


 

Der letzte itrade Tag

Aus und vorbei sind auch meine Zeiten bei itrade. Wie in der letzten Rundmail berichtet, habe ich dort meine Kündigung eingereicht. Mein letzter Arbeitstag war dann am 12. Mai 2000. Die schönsten Sprüche der itrade Kollegen Abschiedskarte gibt es hier in Kurzform:

    "Unser moralisch-ethischer und menschlicher Mittelpunkt. Auch wenn Du ein Schwabe bist, Du hast ein niederbayrisches Herz."

    "Du hast uns geplagt, gepiesackt, auf die Folter gespannt, hast es meistens eh schon gewußt (und zwar alles) und uns angeschwäbelt. Und trotzdem: Schade dass Du gehst."

    "Alles Gute für die Zukunft, auch wenn Du uns hier natürlich schmählich im Stich läßt!"

    "Und wer isst jetzt Deinen Leberkäse?"

    "Ein Mensch mit Herz und Seele geht!"

    "Endlich :-)"

Nun ja, das war es dann wohl. Möge itrade noch lange leben....

 


 

Der Hauskauf

Es ist der 26. Mai 2000. Wir kommen gerade von einem "House Hunting Trip" aus Colorado zurück. Genauer gesagt Colorado Springs.

Das Haus oben wird es allerdings nicht. Obwohl dieses auf Paletten gestellte Haus sicher gerade frei gewesen wäre, haben wir uns für ein anderes Haus entschieden. Das Haus oben muß nämlich gerade einem neuen Einkaufszentrum Platz machen. In diesem Fall packt man in den USA einfach Räder unten ran und schiebt es (ohne den Keller) beiseite.

Unser neues Haus befindet sich im Gebiet "Briargate / Windjammer". Und dies sind die ersten Bilder...

Es hat insgesamt 9 Zimmer, 4 Schlafzimmer, 3 Bäder, sowie 2 Garagen. Das Grundstück ist ca. 11.732 SqFt groß und es steht auf einem Hügel mit freier Aussicht.

Und vor der Haustüre links runterschaut, hat man freien Blick auf Pikes Peak, den höchsten Berg Colorados.

Irgendwie kann da Untermeitingen in Bayern nicht so ganz mithalten...

Am 2. Juni 2000 ist dann der Notartermin, Einzugstermin ist vorraussichtlich der 6. Juni 2000. Da der Umzug von einer Umzugsfirma erledigt wird, können wir quasi jederzeit nach dem 6.Juli 2000 (Der Container braucht wieder ca. 30 Tage) Besucher empfangen, für ein aufgeräumtes Haus kann bei uns aber natürlich keiner garantieren. Deswegen: vorher anrufen, dann geht schon nix schief. Die Telefonnummer können wir Euch aber leider noch nicht mitteilen, da wir sie selber noch nicht kennen.

 


 

Der Zeitplan der Tögels

Schauen wir also ein wenig von dem heutigen Tag in die Zukunft.

26.05.2000

  • Arzt Besuch mit Impfung für Annie-Mae
  • Zahnarzt Termin für Conni
  • Abmeldung von Jamie-Lee bei der Grundschule Untermeitingen.
  • Besuch beim Notar für die Generalvollmacht. (Gerade stellten wir fest, daß die Urkunde einen Schreibfehler enthält. Wir müssen also wohl am Montag nochmal hin.)
  • Jamie-Lee fällt beim Schaukeln von der Schaukel
  • Peter schreibt die Rundmail für das Internet (Anm. d. Ehefrau: Peter is wasting time)
  • Wir erhalten von den Eltern einer Schulfreundin von Jamie-Lee christliche Bekehrungsinfos mit dem Thema "Eine gefährliche Fahrt", "Könnte ich noch einmal neu anfangen", und "Mit Gott durch die Wüste". (Mmmm, hat wieder jemand nicht mitbekommen, daß wir wiedergeborene Christen sind. Sollte zum Denken anregen...) Sie spricht sicherlich vielen unserer Bekannten aus dem Herzen, aber wir gehen eigentlich gerne nach USA zurück...
  • Conni ist gestresst (und hungrig!)

27.05.2000

  • Koffer packen für Jamie-Lee und Holly
  • Streit zwischen Holly und Jamie-Lee schlichten, da jede die Spielsachen (Tiere) der anderen für sich einpacken will.
  • Conni packt Tiere für Jamie-Lee und Holly ein.
  • Jamie- und Holly sitzen für eine halbe Stunde in "Time-Out"
  • Fahrt nach Krehwinkel (Wir versuchen die Kinder für die letzte Phase loszuwerden)
  • Evtl. noch ein letzter Besuch bei Freunden
  • Die Lottozahlen sind nicht 3 | 35 | 36 | 37 | 38 | 40
  • Conni ist gestresst

28.05.2000

  • Fahrt nach Untermeitingen
  • Koffer packen für Peter, Conni und Annie-Mae
  • Die Versicherungspapiere für den Umzug werden fertiggestellt und letzte Bilder von den "wertvollen Gegenständen" werden gemacht.
  • Peter geht Eis essen
  • Conni ist gestresst

29.05.2000

  • Die Möbelpacker rollen an und packen
  • Wir werden wohl nochmals beim Notar vorbeischauen
  • Peter geht Eis essen
  • Conni ist gestresst
  • Zahnarzt Termin für Conni

30.05.2000

  • Die Möbelpacker packen immer noch...
  • Peter geht Eis essen
  • Conni ist gestresst

31.05.2000

  • Die Möbelpacker packen alle Kisten in den großen Frachtcontainer.
  • Peter geht Eis essen
  • Conni ist gestresst
  • Fahrt nach Krehwinkel

01.06.2000

  • Abflug ab Stuttgart (12:00 Uhr)
  • Ankunft in Colorado Springs (21:14 Uhr)
  • Conni ist gestresst

02.06.2000

  • Besuch bei der Bank um Geld für die Hausanzahlung abzuholen
  • Notar Termin für unser Haus
  • Anmeldung von Jamie-Lee in der neuen Schule in Colorado Springs
  • Conni tanzt den berühmten Freudentanz der Blackfootindianer...
  • Peter muss 50 Kilo abspecken.
  • Conni lacht.
  • Peter weint.

03.06.2000

  • Wir versuchen ein Auto zu kaufen

Mehr Infos gibt es dann sobald wir einen Internetanschluß unter den Füßen haben. Alle diese Angaben sind vorsichtige Schätzungen und können jederzeit dem Streßlevel von Conni angepasst werden...

 


 

Die Snapshots der Woche

Zum Abschluß dieser Rundmail gibt es noch ein paar aktuelle und frische Bilder von den Tögels , sowie die einiger tapferer Freunde...

Annie-Mae Tögel Annie-Mae Tögel ist im Moment der ruhigste Tögel im Haus. 8 Monate alt und schon hat sie den ersten Transatlantik Flug hinter sich. Auf Kosten von Mamies Schoss und Nerven versteht sich.

Ein wirklich süsses Baby. (wenn wir's schon selber sagen...)

Holly Tögel Holly Tögel wird in diesem Sommer 4 Jahre alt. Und wenn sie sich gerade nicht mit Jamie-Lee streitet, ist sie unausstehlich süß...

Ohne sie gäb's bei uns fast nix zu lachen. (wenn man nur über sich selber lacht, wird's schnell langweilig...)

Jamie-Lee Tögel Jamie-Lee Tögel wird in diesem Sommer 7 Jahre alt. Und an ihr merken die Eltern wie schnell sie altern...

Sie ist allerdings auch Mammis grosse Hilfe mit den kleinern Schwestern (aber nur wenn sie will...)

Conni Tögel Conni Tögel wird in diesem Sommer 35 Jahre alt. Und das sagen wir nur, damit Sie sie nicht nach dem Alter fragen müssen.
Don Blair Don Blair, ein Freund der Familie. Er wird in dieser Woche 40 Jahre alt. Ich hoffe seine Steaks sind jünger...
Matthew Bailey Matthew Bailey und seine Tochter Chloe - Alter unbekannt - und denoch gute Freunde...

Er fürchtet sich schon sehr...die Tögel's kehren zurück!

Christoph Pütz Christoph Pütz, auch ein Auswanderer den es nach Colorado verschlagen hat...

 


 

We're off to see the wizard...

in the la-ha-nd of the freeeee, and the hooome of the braaaavvvvve.

...und tschüss.

Peter, Conni, Jamie-Lee, Holly and Annie-Mae





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