Rundmail aus Denver - Nr. 06
Welcome bei den Tögels - die Familie, die verrückt macht!
Ostern ist nun endgültig vorbei und eine große Supermarktkette verschenkt hier an den Kassen die letzten Osterhasen. Da ich so dick bin, haben sie mir gleich 20 Osterhasen mitgegeben. Und damit ist wohl auch klar, wer heute diese Rundmail schreibt:
P.T. ... nicht zu verwechseln mit E.T. (nach Hause telefonieren).
Hier die Themen der heutigen Mail:
1000 Besucher und kein Ende!
Restaurant, Video- & Groschenromanverleih entdeckt!
Straßenschild der Woche!
Das neue Baby - der Report einer Mutter!
1000 Besucher und kein Ende!
Nach nicht einmal einem Monat haben sich schon über 1000 Besucher auf unserer Homepage verlaufen, eine Zahl, die an der Vernunft der Leser zweifeln läßt. Eine Umfrage des Legöt-Instituts hat interessante Ergebnisse zu Tage gebracht. Hier die Fragen und prozentualen Antworten der Befragten:
1. Stellen sie sich vor, die Familie Tögel würde als TV-Serie auf den Markt gebracht werden. Welche Aktion würden Sie ergreifen?
5% der befragten Personen würden sofort Aktien von dem TV Sender kaufen und ihren Nachbarn ein Fernseher schenken.10% der befragten Personen würden ihren Beruf aufgeben, falls die Sendung vor 17.00 Uhr ausgestrahlt würde.
85% der befragten Personen würden in diesem Falle am liebsten den Produzenten aufknüpfen, auch wenn nur Lakritzrollen zur Verfügung stünden.
2. Sie haben die Homepage der Tögel's gesehen. Welche Nachricht oder welches Bild hat Ihnen am besten gefallen?
7% der befragten Personen fanden den Freudensprung von Peter Tögel (im Fotoalbum) den Schocker des Jahres.18% der befragten Personen vermuten hinter den "unveröffentlichten Tagebüchern der Familie Tögel" den Hit des Jahres.
75% der befragten Personen sehen in dem schlafenden Vater das Murmeltier des Jahres.
3. Stellen Sie sich vor, das nächste Kind von den Tögel's würde kein Mensch werden. Was glauben Sie, wäre das nächste "Kind"?
1% der verwunderten Personen denkt, daß es nur ein Apple Macintosh Computer sein kann.31% der bedrohten Personen sind sich sicher, daß ein großer Kinderschokoladenhase im Juli auf die Welt kommt. (Schließlich haben die Tögel's nur süsse Kinder...)
68% der befragten Personen glauben an Vererbung und denken an das folgende Kind...
4. Sie haben in einem der letzten Mails über den Pastors gelesen. Was glauben Sie, was der Pastor jeden Sonntag in die Kirche mitbringt?
20% der überraschten Personen hoffen, daß er seine Frau mitbringt. Schließlich soll sie nicht 3 Kilometer zu Fuß in die Kirche laufen.70% der oberanständigen Personen glauben, daß er neben seiner Frau auch eine Bibel mitbringt.
Nur 10% der genialen Personen ahnten, daß neben seiner Bibel und seinen Predigttexten auch eine Banane zum Gepäck gehört.
Alle Angaben entsprechen der Unwahrheit und können deshalb nicht angefochten werden. Unser Rechtsanwalt ist einer der "Drei Musketiere"!
Restaurant, Video- & Groschenromanverleih entdeckt!
Nach dem entäuschenden CAFE BERLIN konnten wir (eigentlich nur Peter...) es leider nicht aufgeben, ein deutsches Restaurant zu suchen. Glücklicherweise sind wir dabei auf den folgenden Laden gestoßen:
Helga's Restaurant
728 Peoria Street
Aurora, CO 80011
Telefon: (303) 344-5488Und wie es sich beim Besuch herausstellte, führt Helga nicht nur ein gutes Restaurant, sondern auch einen Tante-Emma-Laden. Hier findet man Ritter-Sport-Schokolade, Kräuterbonbons, dt. Brot, Geschirr, Mozartkugeln (Habe ich schon einmal erwähnt, daß ich Mozartkugeln vermisse...?) und jede Menge dt. Volksmusik (... was ich weniger vermisse!). Nebenbei kann man hier auch, gegen Entgelt, deutschsprachige Videofilme und Groschenromane ausleihen. Das muß man gesehen haben.
Straßenschild der Woche!
Und für Leute, die schlechte Augen haben:
SPEED LIMIT 30 MPH
DON'T EVEN THINK ABOUT SPEEDING
RADAR CONTROLLED
Das neue Baby - der Report einer Mutter!
Obwohl schon im 7. Monat, ist der Bauch immer noch nicht so groß, wie der des Vaters...
Woran's wohl liegt?
Allgemein scheint dieses Kind ein eher ruhiger Bürger zu werden, Jamie war in diesem Stadium schon wesentlich schwieriger zu ertragen, was Knüffe und Rippenstösse angeht.
Wenn man die Hand auf den Bauch legt, während sich das Kind bewegt, dann stellt sich das Luder sofort tot - ganz schön raffiniert, das neue Kleine.
Man merkt auch beim zweiten Kind, daß das - eh schon minimale - Interesse des Mitbeteiligten (Peter) sich enorm verringert hat. Da zeigt Jamie-Lee schon mehr Enthusiasmus und versucht das Baby wachzukitzeln, hört nach dem Herz und singt Lieder für's Baby zum Einschlafen.
Peter hingegen ist da schon ein alter Hase im Schwangerschaftsmiterleben und hat solche öden Beschäftigungen nicht mehr nötig (viel bewegender ist da die Frage: "Welches deutsche Restaurant in Denver macht die besten Schnitzel?"). Wir haben uns (natürlich gegen den Willen PT's) für einen Auffrischungsschwangerschaftsvorbereitungskurs (46 Buchstabenwort) im vorgesehenen Krankenhaus angemeldet. Ob's was bringt, weiß natürlich keiner, der letzte war jedenfalls für die Katz', da PDA (Periduralanästhesie) halt doch was praktisches ist.
Warscheinlich wird's auch bei dieser Geburt darauf hinauslaufen, daß die Mutter wieder Hasenfuß wird und den bequemeren Weg wählt. Ich sehe auch gar keinen Grund, warum man sich unnötig quälen sollte, wenn doch so viel Geld erfolgreich in die Forschung Schmerzen zu vermeiden, investiert wurde. Das wäre die reinste Verschwendung (Ökos mögen sich quälen lassen, wenn sie das gerne möchten - ich bin keiner).
Zusätzlich zum Vorbereitungskurs gibt es in dem Krankenhaus einen Anmeldeabend, an dem bereits die für's Kind erforderlichen Dokumente (Sozialversicherungsnummer, Geburtsurkunde, Registrierung, etc.) beantragt werden. Der Grund dafür ist, daß man hier 24 Stunden nach der Geburt das Krankenhaus wieder verläßt und somit die Zeit für Bürokratie einfach nicht ganz ausreicht. Im deutschen Krankenhaus lag ich dafür volle (unnötige) 7 Tage herum, habe mein Baby selbst versorgt und außer Tabletten und eine Spritze am Tag keine nennenswerte Pflege erhalten (jetzt wissen auch die uninformierten Steuerzahler, wohin ihr Geld fliesst - ca. 500.-DM am Tag für Bettmiete (eigentlich Mietwucher, gell?)) Vor- und Nachteile gibt's halt überall, so auch hier (wenn auch mehr Vor als Nach).
So, das war es wieder von der Front der Denver-Fans. Mehr gibt es dann wieder demnächst auf dieser Welle...
P.T., C.T., J-L.T. + B.T.
18.04.1996