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Rundmail aus Colorado - Nr. 15 Feuer? Wie? Nachdem wir jetzt so viele E-mails wegen der Brände in Colorado aus Deutschland bekommen, haben wir uns an unsere Rundmails erinnert. Uuuups, wir haben wirklich schon lange nichts mehr geschrieben. Deswegen wird die heutige Rundmail auch doppelt so lang.... Zu den Themen:
Das bisher schlimmste Feuer in der Geschichte des US-Bundesstaates Colorado resultiert bei uns in täglichen E-mails aus Deutschland. Auch nicht schlecht. Kommen wir also einmal zur Entwarnung. Ja, der Waldbrand ist groß. Sehr groß. Aber der Staat Colorado ist sehr groß (270,000 sq km). Deutschland ist dagegen nicht so viel größer (356,733 sq km). Baden Württemberg ist gerade mal 35,750 sq km groß. Bloß weil in Karlsruhe der Wald brennt (keine Panik, dies ist nur eine Annahme), schiebt Stuttgart doch auch keine Panik. ;-) Aber das kann in Deutschland ja auch nicht passieren. Der Wald ist ja auch immer grün, weil es da regnet. Da brennt ja nix. Hier dagegen haben wir gerade mal Der Wind bläst das Feuer und den Rauch wunderbarer Weise nach Norden. Und somit haben wir in Colorado Springs einen blauen Himmel. Wenn man allerdings bei unserem guten Freund Christoph Pütz aus dem Haus rausschaut, dann sieht es schon wieder ganz anders aus. Er ist zwar nicht direkt in Gefahr, der Himmel ist allerdings nicht so blau wie hier. ;-) Weil selbst die beste Mutter eine unglückliche Mutter ist, wenn sie sich dauernd nur um andere kümmern muss, "durfte" ich Anfang Mai nach Deutschland reisen, um mal so richtig auszuspannen - haaach, Uuuuuuurlauuuuuub! Wie es dann halt aber immer so ist, darf eine Mutter nicht einfach Reissaus nehmen - sie muss ihren Job mit in den Urlaub nehmen. Also kauften wir ein Ticket für Holly, denn letztes Mal, als sie mit Peter nach Deutschland flog, durfte sie nur einen Tag lang bei Opa & Oma sein. Und damit Annie-Mae keinen "psychologischen Schaden" abbekommt, wenn sie 3 Wochen bei ihrem Daddy sein muss, kauften wir für sie auch noch ein Ticket. Schön, wenn beim Urlaub für Unterhaltungsprogramm gesorgt ist...
Also flogen wir von Colorado Springs nach Atlanta, wo wir uns mit Opa & Oma Scherz trafen (die waren gerade auf dem Heimweg von einer 4 wöchigen USA Tour) um von dort dann weiterzufliegen nach Stuttgart. Also warteten wir dort. Und warteten. Und warteten. Um uns die Zeit im Flughafen in Atlanta zu vertreiben, gingen wir alle drei Mädels zur Toilette. Und um das ganze noch unterhaltsamer zu machen, schloss sich Holly erst mal in eine der Toiletten ein, und bekam natürlich die Tür nicht mehr auf. War ja auch nicht so schlimm, da standen ja mindestens
Opa & Oma tauchten dann doch noch endlich kurz vorm Abflug auf, so dass es grad noch einen Happen zu Essen reichte (seit dem 11. Sept. Angriffen gibt es kein Essen auf Transcontinentalflügen in USA) und eine Tasse Kaffee. Die wurde dann durch das ganze Gezappel mit den Kids prompt über und in das China-Fast-Food gekippt, was dem Ganzen die feine Note "ein Hauch von Kindern am Tisch" gab. Wirklich ein aufklärendes Erlebnis für Opa Heiner, der sich so sehr dafür eingesetzt hatte, dass wirklich BEIDE Kinder mitkommen...jaja, kleine Fehler werden sofort bestraft...
Wir haben es aber doch irgendwie unbeschadet ins Flugzeug geschafft und sind sogar im Vollbesitz unserer Mentalen Kräfte in Stuttgart gelandet - wo wir dann erstmal aus der Gepäckausgabe "ausbrechen" mussten, um Euro-Münzen für die Kofferkulis zu holen um dann gleich wieder durch den Zoll einzubrechen, um unsere Koffer in der Gepäckausgabe abzuholen. Deutschland hat uns wieder...
Martin und Lisa und die Jungs holten uns ab (mit Blumen - Thanks!, und Eselsgeduld - Thanks!!!) und halfen uns die ganze Expedition Stuttgart Flughafen - Krehwinkel mit drei Autos zu bewältigen. Krehwinkel - Stadt der Kinderträume (aber nicht nachts zwischen 12 und 3 Uhr morgens - denn da sind sie dann wach, wegen Jetlag), und
Es ist schon sehr viel wert, wenn man Großeltern hat, die tatsächlich die Kids versorgen - man kann: zu Konzerten gehen, Essen gehen, Besuche machen gehen, Einkaufen gehen, Bummeln gehen, Spazieren gehen, an den Bodensee mit Cousine gehen, nach Basel zum Bruder gehen etc. (Ihr merkt schon: Hauptwort "GEHEN"...)
Der Eigentliche Grund meiner Reise, war eine Aufführung des Musicals "Cinderella", mit Julia (wer nicht weiß, wer Julia ist, soll sich einfach unsere alten Rundmails durchlesen) in der Hauptrolle. Das Ganze fand in Schwäbisch Gmünd im Stadtgarten statt, was dem ganzen Musical natürlich einen etwas "schwäbischen Flair" gab. Holly durfte natürlich auch mit um sich das Spektakel anzusehen. Dazu zog sie natürlich ein nettes kleidchen an, schließlich darf sie nicht alle Tage zum Theater. Vor uns saß eine Reihe mit kleinen Mädels, die fast nix vom Stück sahen, weil sie sich dauernd umdrehten, um Holly anzustarren. Ich glaube fast, die haben wirklich noch gar nie ein rosarotes Kleid gesehen gehabt - kein Wunder, es waren lauter Öko-Kids, mit Birkenstocks und Handgestrickten Jacken. Holly war das natürlich furchtbar unangenehm, bis wir ihr erklärt hatten, dass die Mädels vielleicht auch gerne ein Kleid in der Art gehabt hätten - da fing sie dann auch an, mit den Mädchen ein wenig zu reden (halt auf Englisch, was die Sache natürlich keineswegs besserte).
Das Musical war nett, Julia natürlich am nettesten (neben uns sassen zwei ihrer grossen Verehrer glaube ich - nette Jungs, die Julia nett fanden :o))) ) Zum Schluss des Stücks, durfte Holly Julia noch eine Rose bringen. Und ja, Julia hat den Prinzen geküsst... sogar zweimal... Am Ende unserer Reise waren wir noch zum Geburtstag meines Cousins (in schwäbisch: "mein Vedderle) und über 40 Kindern und über 50 Erwachsenen eingeladen. Mit 2 Bussen fuhren wir an den Bodensee, wo er ein Boot gemietet hatte, das uns zur schweizer Seite des Sees brachte. Dort hatte er dann die "Schwendi Bähnli" Dampfradbahn gemietet, das die ganze Sippschaft den Berg hochwalzte (für die Kids hatte er Seifenblasen besorgt, so dass alle zu den Fenstern raushingen und Bubbles machten. Tolle Sache war das). Oben gingen wir dann zu Fuß den Berg hoch, durch die Ortschaft wo er aufwuchs um dann ganz oben auf dem Berg im Edel-Restaurant Mittag zu essen. WOW!
Damit die Restaurantbelegschaft sich wieder erholen konnte, mussten wir nach dem Kaffeetrinken relativ schnell wieder gehen. Nur leider hatte es in der Zwischenzeit angefangen zu regnen - und gar nicht mal wenig. Bis wir wieder an der Bahnstation ankamen, waren alle bis auf die Haut durchnässt (aber wenigstens sauber...). Bis auf die frierenden Kinder und die deswegen teilweise gestressten Eltern war es doch wirklich mal wieder schön alle zu sehen. Manch habe ich nicht wieder erkannt (bin halt doch nimmer die jüngste), manche schon (was wiederum zeigt, dass ich soooo alt dann doch noch nicht bin). Einen Tag vor unserer geplanten Abreise wurde ich noch krank, so dass ich den Heimflug um eine Woche verschieben musste - was uns doch noch die Möglichkeit gab, in Ruhe rumzusitzen, Kaffee zu trinken, Dias zu gucken, mit Opa's Schlepper Picknick machen zu fahren, Lovties' neues Bauprojekt "Haus" zu begutachten, Schwiegereltern zu belästigen (und deren Wienerschnitzel und Stampfkartoffeln zu mampfen - yummie!), Koffer zu packen und Mietauto wegzubringen (da wollten sie mir noch unterjubeln, dass ich das Warndreieck aus dem Auto entfernt hätte, und wollten mir das berechnen. Die spinnen doch...) Nun sind wir wieder daheim, die beiden Kids haben sich vom Jetlag erholt, das Haus sieht aus wie eh und je und der Wald brennt...der Alltag hat uns wieder. Aber es ist Sommer, die Sonne scheint (hat sie übrigens in Deutschland auch sehr oft dieses Mal), es weht ein warmer Wind und die Läden sind immer noch rund um die Uhr geöffnet, die Kinder streiten sich, die Katze schleppt Vögel an - schön wieder Daheim zu sein, wo's Leben noch normal ist... "I think boybands are bands with just boys - except they sound like girls." "She is a good singer but she needs to get dressed." (Über Jessica Simpson) "Oma has to bring her house to our house" ("Oma muss ihr Haus zu unserem Haus bringen") "I want OOOOMMAAAAA!!" "I want to go home, I want to go to Oma's House" "I like Oma" "I miss Oma" "Maybe Oma can come to our house?" Von Jamie haben wir derzeit keine Weisheiten. Nur ein Report zum aktuellen Saustall. Nachdem Jamie ihr Zimmer im zweiten Stock aufgegeben hatte (es war zu unaufgeräumt, so zog sie weiter), bezog sie das Gästezimmer im Untergeschoss. Damit bekam sie auch ihr erstes eigenes Badezimmer. Wir wollen Euch heute einen kleinen Einblick geben, wie unsere "große" Tochter ihr erstes, amerikanisches Badezimmer im Griff hat. (Anmerkung der Ehefrau: "Inzwischen hat Jamie selbständig, ohne dazu von Eltern ermahnt zu werden ihr Zimmer tipptopp aufgeräumt. Natürlich hält das nicht lange, ist ja schließlich ein Kind ihrer Eltern...aber sie hat's versucht")
Nachdem die Katzen ja zur Familie erhören, hier sind die Weisheiten unseres schwarzen Katers...
Zu Gast war - mal wieder - Christoph und Simone aus Highland Ranch bei Denver. Hier nun sein Christoph's Tipp der Woche....
Ein Jahr nach dem wir unsere Familien & Auswanderungsgeschichte in Form eines Bestsellers auf den Markt brachten, wollen wir Euch heute die Buchumschläge zeigen, die es nicht geschafft hatten. Wie bei Bestsellern von den anderen großen Verlagen, hatten auch wir Focus Gruppen die bei der Auswahl des richtigen Buchumschlag halfen... Und wenn Ihr nicht wisst, wie das Buch aussieht, dann findet Ihr es hier.... Der zweite Teil ist übrigens schon in Vorbereitung. Dieses Mal mit Geschichten aus Bayern und der 2. Auswanderung. Und da fragt die Polizei noch: "Haben sie Feinde?" Polizei? Ja, die hat uns doch tatsächlich besucht und hat Fingerabdrücke genommen. Leider nicht von den Tätern. Letzte Nacht hat doch tatsächlich jemand in unser altes schwarzes Auto eingebrochen. Das Handschuhfach war ausgeleert und etliche Kabel unter dem Lenkrad wurden rausgerissen. Ein Teil der Türe ist kaputt. Ist schon zum Kotzen hier. Es wird Zeit das wir mal wieder umziehen. Irgendwie haben hier ein paar Leute zu viel Zeit... Wenigstens interessiert sich die Polizei noch für so etwas. In Deutschland hat sich die Polizei nie für Autoeinbrüche interessiert... Eines von Conni's Kunstwerken (Tequila Village) ist übrigens gerade auf dem Weg zum Sacramento Fine Arts Center in Kalifornien. Dort findet vom So, zum Schluss noch ein Tipp für alle, die nicht wissen was ein Deo ist. Deos gibt es jetzt auch in Tabletten Form. Damit werden auch Sie nie wieder Ihre Umgebung belästigen...
Und damit verabschieden wir uns mit einem frechen Grinsen... Peter, Conni, Jamie-Lee, Holly, Annie-Mae |