The Tögel Family - Life On The World Wide Web - Auswanderung in die USA

    Rundmail aus Colorado - Nr. 4

    Ciao,

    wir hoffen Ihr habt Euch auf dem Weg zur neuen Rundmail nicht verlaufen. Wir sitzen hier auf jeden Fall vor einem leeren Dokument und werden es in den nächsten Stunden mit unseren dämlichen Erlebnissen füllen. [ Peter and Conni: "Hol' mir 'ma ne Flasche Milch. Sonst streik ich hier." ] Die Notausgänge für dieses Fenster sind bei einem Macintosh links oben, bei einem PC sollten sie rechts oben sein...

    Die Themen:

    • Die Tögelschen Spritspartipps
    • Die aktuellen Sprüche der Kids
    • Die Änderungen
    • Die letzten Wochen
    • Die Cowboy Regel
    • Und sie war weg ...
    • Peter auf der Abwärtskurve
    • Und dann waren da noch...
    • Schon gewußt?

    Die Tögelschen Sprit-Spartipps

    Nachdem in Deutschland das Benzin ja richtig unbezahlbar geworden ist, wollen wir Euch von hier ein paar Tipps zum Sparen geben. Alle Tipps sind natürlich nicht getestet, da bei uns die Liter Preise noch bei 90 Pfennig sind....

    1. Lassen Sie Ihre Familie zu Hause. Durch das geringere Gewicht sparen Sie schon eine ganze Menge.
    2. Vermeiden Sie unnötigen Luftwiderstand an Ihrem Auto. Gepäckträger, Radioantennen, Aussenspiegel, sowie Breitreifen sollten Sie gleich abmontieren.
    3. Fahren Sie zügig an (kein "Kavalierstart"), und hängen Sie sich auf der Stoßstange des Vordermans ein.
    4. Vermeiden Sie unnötige Spurwechsel und Kurven. Der direkte Weg vom Geschäft nach Hause ist bekanntlich eine gerade Strecke. Oder bleiben Sie besser gleich zu Hause, dann wirds am billigsten.
    5. Lassen Sie Ihr Auto regelmäßig warten. Wenn Sie z.B. die Zündkerzen rausnehmen, verbraucht Ihr Auto kein Benzin mehr.
    6. Achten Sie auf den richtigen Reifendruck. Füllen Sie Ihre Reifen mit Helium, das macht das Auto leichter und Sie sparen Benzin.
    7. Befreien Sie Ihren Kofferraum von unnötigem Belast. Gerade Mafiosis sollten regelmäßig die Leichen herausnehmen und sie beerdigen. Tögels und Taxifahrer hingegen sollten vielleicht einmal im Jahr den Müll aus dem Auto räumen, dann sinkt der Verbrauch um die Hälfte
    8. Lassen Sie bei Kurzstrecken ihr Auto ruhig mal stehen. Fragen Sie den Nachbarn, ob er Ihnen sein Auto leiht.
    9. Vermeiden Sie unnötige Beschleunigungen und damit notwendiges Bremsen. Überfahren sie die Fußgänger ohne Geschwindigkeitsänderungen.
    10. Wandern Sie aus. Nur hier kann man noch 12 Zylinder fahren, ohne arm zu werden und ohne im Stau zu verenden.

    Die aktuellen Sprüche der Kids

    Jamie-Lee: "Ich will auch mal im Land of Oz leben, ganz ohne Mammi, Holly, Annie und Daddy. Ach ne, Daddy soll mitgehen, der kann mir dann dort ein Eis kaufen...."

    Holly: "Wäaaaaaaaah ..."

    Annie-Mae: "Mamma" (wenn sie nach der Mutter ruft)

    Annie-Mae: "Mamma" (wenn sie nach dem Vater ruft)

    Annie-Mae: "Mamma" (wenn sie nach Jamie, Holly, der UPS Lieferantin oder dem Kassierer im Supermarkt ruft)


    Die Änderungen

    Zwischen dieser und der letzten Rundmail sind wir natürlich nicht tatenlos herumgesessen. Wir haben an den verschiedenen Ecken unserer Homepage geschraubt. Das mit der Breite ist Euch sicherlich gleich aufgefallen.

    Wir haben aber auch die Auswanderungs Seiten in der Bibliothek überarbeitet, Webcams zum Gästezimmer und Büro (sogar richtig echt live!!) eingebaut, ...

    ... sowie neue Spiele online gebracht. Und, für die Freunde der langsamen Web Handys haben wir einen Auszug unserer Seiten WAP enabled.

    Über ein Feedback freuen wir uns natürlich...


    Die letzten Wochen

    Eigentlich hätte ich die letzte Wochen gerne übersprungen, hätte ich nur gewußt das sie so kommen. Aber ich wußte es nicht. Es begann am 12. September. Ich mußte für ein Meeting nach Denver. So weit nichts besonderes. Doch die Rückfahrt war nicht genau, wie ich sie mir vorstellte.

    Kurz vor Colorado Springs schaltete sich plötzlich meine Cruise Control aus. Mit einem Blick auf die Anzeige war mir alles klar. Mein schwarzer Toyota kocht! Die Temperatur war am Anschlag. Dabei war sie doch noch vor einer Minute in Ordnung. Ich also sofort rechts ran. Und als ich zum stehen komme, da qualmt e auch schon unter der Haube hervor. Wenige Sekunden später - der Motor ist schon ein paar Sekunden aus - kann ich mein Auto vor lauter Dampf nicht mehr sehen. Und unter dem Auto beginnt die Kühlflüssigkeit davonzulaufen.

    Die Werkstatt meine nur: "Wie es aussieht, hat zuerst der Ventilator seinen Geist aufgegeben. Dann hat der Thermostat nicht richtig funktioniert. Und dann hat es ganz einfach Ihren Kühler zerrissen." Und das kostete uns dann mal so US$ 600.-!

    Da hätte dann auch die Woche schon enden können. Doch dann wurde auch noch Jamie-Lee krank. Sie hatte morgens in der Schule sowas wie "Spiele ohne Grenzen" im Freien, und hatte sich innerhalb der zwei Stunden einen Sonnenstich geholt. Weil aber das "Rückwärtsessenn" soviel Spass macht, hat sie das dann nicht nur einen Tag sondern gleich vier Tage durchgezogen (hauptsächlich nachts...). Und da Annie-Mae auch nicht schlafen wollte, und Holly nicht schlafen konnte, haben wir pro Nacht vielleicht 2 Stunden geschlafen.

    Und weil das ja nicht reicht, rutscht Conni am Sonntag Abend auf unserer unaufgeräumten Treppe aus, und fällt in die Tiefe - ein Zeichen für den nahen Winter (Nach dem Konzept der Frösche: wenn Frösche steigen, gibt es schönes Wetter) [Anm. d. Ehefrau:"...und wenn die Mutter fällt, dann hat sie endlich Urlaub, jajajajajaaaa!]. Gut, sie hat sich nichts gebrochen – laut dem Arzt kann sie zwar noch Basketball spielen, darf aber nicht mehr die Hausarbeit machen.

    Das klingt doch nach einem alten Simulantentrick. Schließlich hat sie keiner fallen gehört, und das mit der Hausarbeit riecht doch nach Betrug, oder? Gut, da ist der ganze Fuß blau, aber wer weiß, vielleicht haben die Frauen ein Trick den ich nicht kenne....

    Na, und wo Conni also nichts im Haus arbeiten kann, da macht sie im Wohnzimmer ein Kaminfeuer. Und da unsere Annie-Mae das mit dem Feuer noch nicht so blickt, muß sie gleich ausprobieren ob das Glas am Kamin heiß ist. Richtig! Autsch - Geschrei - Brandblasen! Und Peter darf aus dem Geschäft heimkommen um die Kleine zum Arzt zu fahren. Schließlich kann meine Frau ja noch nicht Autofahren.

    Und dann war da wieder mein Auto. Plötzlich wollte es nicht mehr starten. Kostenpunkt: US$300.- für eine neue Lichtmaschine und eine neue Batterie.

    Und so haben wir also alleine in dieser Woche drei Arztbesuche (Jamie-Lee, Conni & Annie-Mae) gemacht (Selbstbeteiligung 3 x $10) sowie ein frisches Auto ($900.-). Wenigstens erhalte ich 930 Frequent Flyer Miles aus den letzten Wochen....


    Die Cowboy Regel

    Der erste Schnee für die Saison in in Colorado am 20. September gefallen...

    Colorado Springs Mountains

    Das heißt, die folgende Cowboy Regel stimmt: "Fällt die Frau die Treppe runter, geht der Sommer in den Bergen unter." Jetzt noch zwei Wochen Herbst - die Aspen werden schon bunt! Und damit ist es Zeit für die Winterreifen...

    Dies ist übrigens der Blick bei uns vorm Haus die Strasse runter...ganz ohne Photomontage!


    Und sie war weg...

    Man soll es ja nicht glauben, aber ich habe doch tatsächlich meiner Frau ein Wochenende ohne Kids ermöglicht. Na ja, sagen wir mal, sie hat es sich erzwungen...

    Und wenn Ihr mal sehen wollt, wie es den Kindern erging, hier ist ein Beispiel wie ich Annie-Mae ins Bett brachte...

    Annie-Mae Tögel Annie-Mae Tögel

    Und während ich mich mit drei Kids herumschlagen durfte, war Conni also mit zwei Freundinnen in den Bergen auf einer Hütte....

    Conni: Da Peter ja nicht dabei war, muss ich halt wieder mal herhalten, um Bericht zu erstatten. Zusammen mit Andrea und Esther (die gerade aus dem Hamburger Raum bei Andrea zu Besuch war) fuhren wir Freitag abends im ersten strömenden Regen seit Wochen (!!) nach Winter Park, südlich vom Rocky Mountain National Park. Dort hat das YMCA of the Rockies ein riesiges Erholungszentrum - mit 2024 hektar Gelände und unzähligen Cabins, Lodges und Zeltplätze (und das ist die kleinere Ausgabe in Colorado, in Estes Park beim Rocky Mountain National Park ist eine noch grössere Anlage).

    Wir hatten ein Cabin gemietet mit drei separaten Schlafzimmern (mit jeweils 2, bzw. 3 Betten), 2 Bädern, einer sehr gut eingerichteten Küche und einem sehr schönen offenen Kamin. Leider hatten sie bei unserer Buchung keine kleineren Cabins mehr zur Verfügung, aber viel Platz ist sooo schlecht auch wieder nicht. Es war dort SEHR sauber, aber nicht elegant. Das Ganze kostete uns $153,- pro Nacht (für alles zusammen), was natürlich nicht gerade billig ist, aber dafür mussten wir die Bude am Schluss nicht Saubermachen [Anmerkung von Peter: Das mit dem Aufräumen ist ja wie zu Hause...].

    Solltet Ihr euch für einen Urlaub dort interressieren, ich kann's nur empfehlen. Loipen gibt's direkt vor der Haustür, Bären glaub ich auch, und Sternschnuppen bis zum Abwinken.

    Es war schön, mal wieder in Ruhe zu frühstücken, ohne ständig die Marmelade von diversen kleinen Gesichtern wischen zu müssen. Andrea und Esther sind mir gerade nochmals entkommen...Macht der Gewohnheit...

    Andrea und Esther

    Samstags gingen wir 3 Stunden spazieren, bis zu einem kleinen Wasserfall, irgendwo hinten im Tal. Wir hatten uns extra Jacken angezogen, weil's doch in den Bergen so kalt sein soll, aber nach 200 Metern haben wir das schon bereut - viiiiiel zu warm! Als wir dann abends rausschauten, hatte es bereits zu schneien begonnen.


    Am Sonntag wollten wir dann so gegen 10 Uhr losfahren, aber natürlich sprang Peter's wundervoller Toyota nicht an, so dass wir unsere Waldnachbarn um Hilfe bitten mussten, mit Überspringkabeln, kalten Fingern und Motorhauben auf dem Hinterkopf. Autsch.

    Alles in Allem also ein voller Erfolg. Vor allem als ich heimkam, und Peter fand, dass ich immer übertreibe - "ist doch alles halb so wild..." sagt mein Mann. Ich habe mir bereits für die näxten 15 Jahre alle Termine dort reservieren lassen, die sie noch haben - mal sehen, ob das Ganze Wilde in den Kids dann doch noch zum Vorschein kommt.


    Peter auf der Abwärtskurve

    Peter's neuester genialer "Yard Sale Fund" war ein ganz einwandfrei funktionierender "Heimtrainer". Er ist sogar schon dreimal draufgesessen und hat gestrampelt. Ich weiss nicht was schlimmer zu ertragen ist - seine Essgewohnheiten, oder das Gejammer nach einem dreiminuten "Workout"...

    [Anmerkung von Peter: Darf ich daran erinnern, daß meine Frau schon nach zwei Minuten aufgegeben hat?]

    Der Heimtrainer ist übrigens im Blickwinkel der Büro Webcam. Für Geld können wir auch mal auf Wunsch stramplen....


    Und dann waren da noch...

    ... ein paar liegengebliebene Notizen:

    • Big Brother ist hier fast unbemerkt zu Ende gegangen. Mit durchschnittlichen 9.3 Millionen Zuschauern pro Show wurden letzte Woche die $500,000 Preisgeld dem einbeinigen Eddie McGee zugeworfen. Eine Single haben wir hier noch von keinem Teilnehmer anhören müssen. Zum Glück....
    • Ja, auch wir konnten die Olympischen Spiele im Fernsehen sehen. Aber bei Sponsoren wie UPS und Chevy mussten wir 18 Stunden warten, bis man uns die Wettkämpfe zeigte. Und was ist interessanter, wie 18 Stunden alte Aufzeichnungen von 10 Sekunden langen Wettkämpfe...
      Und wie beschreiben die US Sport Kritiker: "The 2000 Olympic Games are just about the worst waste of television time introduced to this nation since Big Brother."
    • Was sagen Österreicher in Amerika, wenn Sie eine Frau anmachen wollen? "Nice Wiener Schnitzel!"


    Schon gewußt?

    "Tschüs" ist nach der Allensbacher Demoskopie ein norddeutsches Echo auf die italienisch-spanisch-französische Grußkultur. Das Wörtchen "Tschüs" sei eigentlich eine Verballhornung des spanischen "Adios", was ja soviel wie ad deum (lateinisch) heißt, also eine ähnliche Bedeutung wie "Grüß Gott" hat.

    Und weil wir es nicht lassen können, sagen wir heute aus einem herbstlichen Colorado Springs nur leise Servus....

    Peter, Conni, Jamie-Lee, Holly & Annie-Mae

    P.S. Der Geburtstag von Peter steht vor der Tür. Geburtstagsgeschenke werden noch entgegengenommen....

    01.10.2000