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Rundmail aus Colorado - Nr. 2 Howdi! Hier sind sie wieder, die Tögels! Ein wenig spät, wir haben aber auch eine gute Ausrede. Wir sind nämlich nicht nur im normalen Leben umgezogen, sondern auch mit unserer Homepage. Das heißt, unser Provider ist jetzt nicht mehr die Firma Icom, sondern die Firma Westhost. Und für Leser mit dem Internet Explorer 5.x haben wir jetzt sogar ein Icon für die Bookmarks (Lesezeichen) eingebaut. Hoffen wir einmal, daß es jetzt nicht mehr zu so vielen Problemen kommt. Und zum guten Einstand haben wir diese Rundmail gleich extra lang (2362 Wörter) gemacht... Zu den Themen:
Wir starten mit einem simplen Wort - es ist aber sehr wirkungsvoll, wenn amerikanische Österreicher der Österreichischen Botschaft in LA es auf einen Anrufbeantworter sprechen... Drucktastentelefon Gibt es in Amerika noch was anderes? ;-)
Heute haben wir hier ein Leserbrief von einem ehemaligen Kollegen der itrade AG. Ehemalig im doppelten Sinne. Er ist nicht mehr mein Kollege und er ist nicht mehr bei der itrade AG. Aber da bin ich ja auch nicht mehr... Hi Peter, ich hab' das Bedürfnis Dir mal fünf Minuten die Ohren vollzujammern, please excuse! Nachdem ich heute mal wieder zwei bis drei Stunden beim Einkaufen und in der Stadt verbracht habe und nach einer Woche Parteispendenskandal und Nationalspieler-Gebrabbel muss ich einfach mal loskotzen. Und ich glaube du wirst das gut verstehen können, drum bist du meine Zielscheibe. WARUM muss das denn alles so sein?? Warum muss ich 20 Minuten beim Supermarkt an der Schnellkasse (!!!) warten, warum werde ich im Fischgeschäft von ekligen alten Damen weggedrängelt als wäre ich Luft, warum schauen alle aus, als wären ihre Oma und ihr bester Freund gleichzeitig verstorben?
Und kann es sein, dass die Politiker uns wirklich alle für so blöde halten, dass wir denen das alles abnehmen und sie auch noch damit davonkommen (siehe Kohl und der Parteispendenskandal). Warum müssen Fußballer ihre geistige Minderbemitteltheit vor der ganzen Nation ausbreiten und werden dafür auch noch gelobt? Warum können Millionen von Zeitungen in ganz Deutschland tagtäglich Titelblätter und Nachrichten schreiben, die eine Beleidigung der Intelligenz eines jeden normalen Menschen sein sollten, es aber offenbar doch nicht sind, weil die ganzen Leute, die den Kram lesen, ganz nicht so blöd sein können. Grundsätzlich mal:Gibt es eine Möglichkeit sich diesem ganzen Wahnsinn zu entziehen? Ich meine, die Variante Auswandern ausgenommen. Puuuh, das hat schon geholfen. Und das war nur die Kurzversion. Falls du eine Idee hast, sag mir Bescheid, aber empfiel mir bitte nicht den Kampf mit den Windmühlen und Landräten. Schöne Grüße, Steven. PS: wie stehen gerade denn die Chancen in der Green Card Lottery??? Und da ich ja ausgewandert bin, bin ich wohl nicht objektiv genug. Deshalb bitte ich Dich - ja Dich - ihm zu antworten und ihm weiterzuhelfen. Einfach eine Email Steven Buxton (steven@buxton.de) schicken!
Da wir jetzt schon eine kleine Weile hier wohnen, wollen wir Euch auch einmal ein wenig über unseren neuen Wohnort informieren. Ihr habt es dann ein wenig einfacher bei der Reiseplanung. Denn nichts ist schlimmer, als wenn Compaq Vertreter (Dieser Beruf wurde nur stellvertretend für alle Bevölkerungsschichten gewählt...) uns besuchen, und nachher nur mosern...
Natürlich gibt es noch viel mehr zu sehen. Hier unsere Highlights:
So das war es für heute mit der Tourismus Werbung. Mehr ein anderes Mal...
Den großen amerikanischen Feiertag verbrachten die Tögels natürlich ohne Container. Wir hatten zwar auf eine Anlieferung vor dem 4. Juli gehofft, der Wunsch wurde uns aber nicht erfüllt. Der Container war zwar schon seit Mitte Juni auf dem amerikanischen Festland, doch unsere "Freunde" der Pasha Group konnten ihn nicht ins Ziel treffen. Erst sagten Sie uns in der letzten Woche, das er in Denver sei, dann wurde er zwei Tage später in Wyoming gesichtet. Am 6. Juli tauchte er dann vor unserem Haus auf. Aber dazu später. Und da wir uns am 4. Juli immer noch langweilten, versuchten wir herauszubekommen, welches wohl das größte Feuerwerk in Colorado Springs sei. Und so entschieden wir uns für die 4th of July Party der US Air Force. So nach dem Motto, wer Raketen an den Jets hat, der wird auch gscheite Feuerwerke machen. Und da man uns auch noch ein christliches Musikfestival versprochen hatte, zogen wir also auf das Armeegelände.
Dort angekommen haben wir dann auch gleich einen guten Platz gesucht. Und weil man es kaum merkt, auf dem obigen Bild verbirgt sich die Bühne mit der Gruppe "Big Tent Revival". Habt Ihr sie schon gefunden? Nicht? Wundert uns nicht. So viel wie Ihr seht, haben wir gesehen - - und gehört. Welch eine Organisation... Beim Einbruch der Dunkelheit haben sich dann unsere Hübschen unter eine Decke verzogen. Und so warteten wir auf das Feuerwerk...
Und das kam dann auch. Und weil wir heute noch sprachlos sind - hier eine kleine Simulation des Feuerwerkes...
Am 6. Juli war es dann so weit. Zum zweiten Mal in unserer Ehe stand ein 40 Foot Container vor unserem Haus.
Und viele kleine und große Helfer liefen für 2 Tage vor und im Haus herum. Und da merkten wir auch schon, daß unser Haus zu klein ist - oder unser Krempel ist zuviel.
Und damit wir nicht so viel ins Haus räumen müssen, ist auch etwas kaputt gegangen. Der Container muss so durchgeschüttelt worden sein, daß sich das Einwickelpapier teilweise in Staub verwandelt hat. Und das tat den elektronischen Geräten besonders gut. Und so wird sich die Versicherung jetzt überlegen müssen, wo sie ein Ersatz für meine 1GB Festplatte findet.... ;-)
Die Top 10 Tourismus Alternativen Noch mal zurück zum Thema Touristenfallen. Wir haben natürlich auch interessante Dinge in Colorado Springs, die nix oder fast nix kosten. Deshalb hier nun die Top 10 Ideen, was man in Colorado Springs machen kann, ohne in eine Tourismus Falle zu treten:
Es war der Geburtstagswunsch von Conni: Camping! Und so ging die Familie Tögel und Andrea (neue Freundin der Familie und wundervolle Babysitterin - mit Diplom und viiiiieel Geduld) in die Berge.
Und auf dem Weg dort hin, stoppten wir bei der Royal Gorge Bridge, der höchsten Hängebrücke der Welt. Und weil die Amerikaner nicht nur einfach eine Brücke besuchen würden, haben sie gleich noch eine Seilbahn und einen Rummelplatz dazugebaut. So kann man mit der Seilbahn auf die andere Seite und auf der Brücke zurücklaufen (Laufen? Urrrrgh!).
Mittags ging es dann auf die Suche nach einem Zeltplatz. Und den haben wir tief in den Wäldern von Pikes Peak gefunden. Conni und Andrea machten sich auch gleich an das Zeltgeschäft.
Und die Kids machten sich ein Feuer, damit wir das mit dem Waldbrand auch gleich erledigt haben.
Und während die großen Schwestern dem langweiligen Feuer zuschauten, nutzte Annie-Mae das Feuer, und gab mit Rauchzeichen ihre eigene Domain (http://www.annie-mae.com) in Auftrag. Sie wird wohl bald eine eigene Homepage starten.
Und zu guter Letzt noch ein Bild vom aktivsten Camper...
Ja, das bin ich! Ohne Kopf und ohne Füße. Während diesem Mittagschlaf soll sogar ein Bär auf dem Campingplatz gesichtet worden sein. Unser Essen lag auf jeden Fall nach meinem Schlaf nicht mehr auf dem Tisch. (Ich war es nicht!) Und ich kann mich erinnern, daß irgendwas im Traum Lärm gemacht hat. Ob der Bär von mir verschreckt wurde? (Anm. d. Ehefrau: Nee, aber der dachte es wäre schon ein Kollege von ihm da...nur grösser).
Oder war es doch meine Frau, die sich im Campingplatz Pool vergnügte...
Die National Little Britches Rodeo Finals Ein Familienereignis gab es noch diese Woche. Sagen wir mal, wir dachten es wäre interessant für die Kinder. Pustekuchen! Das Interesse hielt ungefähr 5 Minuten. Danach wollten sie nur nach Hause. Da man aber einem geschenkten Gaul nicht ins Maul schaut (Das Sprichwort ging doch so, oder?), haben wir uns das bis fast zum Schluß angeschaut. Da sah man achtjährige Reiter, die mit ihrem Pferd im Wettkampf rückwärts einparken mußten, zwölfjährige Bullenreiter, oder auch Kinderweitwurf genannt, ...
... einjährige Bullen, die von Jugendlichen und einem Lasso eingefangen wurden (Der vertikale Galgen für Kühe).
Das wichtigste fehlte jedoch. Ein zünftiges Steak. Das musste man weiterhin im Supermarkt kaufen.
Aber warum nörgeln wir eigentlich immer? Ach ja, das Wetter war Klasse (Siehe oben)....
Die Einladung des Monats kommt vom CVJM (Christlicher Verein Junger Menschen) in Kassel. Die schickten mir doch eine Einladung zur "CVJM-Tour der Hoffnung". Meine Aufgabe: Zwei Stunden auf einem Fahrrad eine Strecke von ca. 30 km zu fahren. Nun, da kennen die mich doch schlecht (oder ist das der Grund für den letzten Teil im Titel - ...der Hoffnung). Ein Fahrrad habe ich das letzte Mal im Alter von 18 Jahren gesehen, ich bin nicht mehr jung, und ich wohne in Colorado. Der Kommentar vom CVJM zu meiner dezenten Nachfrage: "Wäre auf jeden Fall eine Pressemeldung wert: Deutscher Ami aus CS erstrampelt in Kassel bei der Tour der Hoffnung DM 1.000 für Hilfsprojekte ;-)" Und wer zahlt den Flug für zwei Sitze?
Moslem protest against 'Togel' Einen interessanten Artikel fanden wir kürzlich in der Jakarta Post. Und da der Artikel in Englisch ist, gibt es den Artikel (in Ausschnitten) in der Originalsprache... Some 50 activists from the Islamic Society Forum (FMI) staged a protest in front of the City Council building in Central Jakarta on Friday, calling for the council to play an active role in combating gambling in the city. Firman: "Gambling is illegal here, and togel (toto gelap) or judi buntut is a highly popular game here. Gamblers place bets on two or four numbers, which are announced every two to three days by game operators. Offering huge cash prizes for winners, togel has captured the hopes of many less fortunate people who have been seriously affected by the economic crisis." Na dann...
So, und da sind wir wieder am Ende angekommen. Und deshalb darf meine Frau noch was sagen... "Danke, Peter. also wie ich schon immer sagen wollte - moment, ja was ist Jamie?-Nein ich habe deine kahlgeschorene Katze nicht gesehen. - Also, beginnen wir von vorne: ich wollte -Was Holly? - Nein du kannst nicht alle meine Blumen vom Balkon werfen, auch wenn danach das Gras bunt aussehen würde. - Wo waren wir stehengeblieben? Ach ja, ich wollte was sagen, ...Oh nein! Moment, ich muss mal eben die Annie von der Treppe holen...Vielleicht spricht man sich ja mal wieder, wenn ich 85 Jahre alt bin, dann ist's auch ein bisschen ruhiger hier... ich bin zu finden im Seniorenheim "Sleep in Peace"...
So, das langt dann auch wieder. Mit einem Grinsen im Gesicht verabschieden sich... Peter, Conni, Jamie-Lee, Holly and Annie-Mae
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