The Tögel Family - Life On The World Wide Web - Auswanderung in die USA

    Rundmail aus Bayern - Nr. 5

    Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

    herzlich willkommen bei der neusten Rundmail der Tögels! Ein ganzer Monat ist vergangen und wir haben viel erlebt. Und Ihr könnt von Glück sprechen, nicht als Einer von uns auf die Welt gekommen zu sein. Warum? Es ist halt nicht immer schön ein Tögel zu sein...


    Zu den Themen:

    • Home Sweet Home
    • itrader sein macht Spaß
    • Der Schrei an der Kinokasse
    • Peter auf der Intensivstation
    • Wintereinbruch in Bayern
    • Thanksgiving bei den Tögels
    • Mehr zum Smart


    Home Sweet Home

    Anfang November war es soweit. Jamie-Lee & Peter machten sich auf und davon um die Heimwehgefühle zu bekämpfen. Und so begaben sie sich auf den neuen, aber zu klein gebauten Flughafen in München. Von dort aus ging es mit Delta Airlines nach Denver. Dort angekommen durften wir einem wunderbaren Sonnenuntergang geniessen.

    Weiter ging es vom großen Flughafen in Denver zu Carol Andreis & Don Blair - unsere besten Freunde im ach so fernen Denver. Dort schlugen wir auch unser Camp für das lange Wochenende auf.

    Am nächsten Morgen began auch gleich unser Shopping-Trip. Es galt, 2000 US$ so schnell wie möglich auf den Putz zu hauen. Problem: Wir hatten nur 3 Tage Zeit und 3 große Samsonite Koffer für den Rücktransport.

    Jetzt fragen sich schon die ersten - was in aller Welt brauchen zwei kleine Tögels 3 große Samsonite Koffer? Einfach: Schokoladen & Weinimport! Schließlich waren unsere Freunde in Denver schon 5 Monate auf Schokoladen & dt. Wein Entzug. Und deshalb brachten wir jede Menge Gastgeschenke.....

    Diese wurden dann auf einem kleinen Treffen am Samstag verteilt. Hier die spärlichen erschienenen Gäste:

    Dave, Entwickler bei Quark. Sein Lachen kommt von Herzen. Er ist einer der Leiter einer christlichen Gruppe innerhalb von Quark.
    Und hier ist.... [jetzt habe ich den Namen doch glatt vergessen]. Sie arbeitet allerdings bei Quark in QA. Und sie kam mit der nächsten Person
    Pete Swisher, er macht jetzt ein wenig mein alten Job. Und er fühlt sich schon jetzt wie ein Scapegoat.
    Leonardo, der alte Fei ist ein Italiener, der als Designer bei Quark sein Glück gesucht hat. Und wenn er nicht beim Gleitschirmfliegen abstürzt, dann ärgert er auch noch heute den Kambis Ebrahimi.
    Ganz im Partnerlook zu Leonardo erschien Don Blair, der Hausherr. Er hat sich schon vor Jahren von Quark getrennt. Und irgendwie macht er einen glücklichen Eindruck...

    Nicht bei unserem kleinen Treffen waren die folgenden zwei "Colorado Beauties":

    Conni's beste Freundin Jeannie und ihr "Partner in crime" Doug (der übrigens ihr Ehemann ist...). Und wenn Ihr einmal ein gutes Haus in Colorado braucht, können Euch Doug & Jeanie Lewis sicherlich weiterhelfen. Doug ist definitiv einer der Handwerklich begabtesten Typen den wir kennen (na gut, vielleicht sollten wir nicht alle leute mit mir vergleichen...) - er hat letztes Jahr ca 20 Häuser gebaut, natürlich mit anderen "Subcontractors", aber er hatte die Bauaufsicht.

    Die Häuser sind inzwischen schon alle verkauft und bewohnt, die nächsten Wohngebietprojekte sind schon in arbeit.Irgendwo da dazwischen wollen sich Doug und Jeannie auch noch ein eigenes Haus bauen - wenn er mal Zeit dazu hat. Vielleicht im Jahr 2000 dann. Sollten wir je einmal ein Haus in USA bauen wollen,werden wir uns auf jeden Fall an die beiden wenden.

    Doch jetzt sind wir erst einmal in Bayern, zusammen mit fast 4000.- DM in Waren. Waren, die wir in 3 Tagen in Denver eingekauft hatten. Wann muß man Kreditkarten Rechnungen eigentlich zahlen?


    itrader sein macht Spaß

    Die meisten werden es schon mitbekommen haben. Ich arbeite bei der itrade AG. Das bedeutet einen zukunftsicheren Job und eine Menge Spaß. Und den haben wir nicht nur bei der Arbeit, sondern auch neben der Arbeit.

    Einen Tag nach dem Denver Trip sind wir itrader nämlich von der Firmenleitung zu einem Survival Camp eingeladen worden. Der begann mit dem Verspeisen von Österreichischem Kuchen in einem Kaff in Österreich. (Rudi, Goliath, kann es eigentlich sein, daß Ihr den Kaffee noch nicht bezahlt habt? ;-) )

    Rudi (Name wurde von der Redaktion geändert), einer der Top Programmierer von itrade stürzte sich mit viel Mut in die Schlucht. Ob es an den Damen vom Marketing lag, die unten warteten?

    Am nächsten Morgen ging es dann mit zwei schicken Bergführern in ein wunderbar, verschneites Tal. Erstes Aufatmen: ein Schild am Straßenrand...

    Radeln verboten!
    Besser konnten die Aussichten nicht sein....

    Mein Gesichtsausdruck entspannte sich. Doch nun versuchten die beiden Bergführer, mich - Mr. Sport - in Gummistiefel und Klettergeschirr zu verpacken. Das mit den Gummistiefeln (Größe 47) ging ja noch halbwegs gut, doch mit dem Klettergeschirr haben sie mich unterschätzt. Es gab keines in meiner Größe. Und ein Pferdestall war nicht in der Nähe (Sonst hätten die mir sicher ein Pfluggeschirr angelegt....).

    Nun fragt man sich doch, wer hier als Fußgänger bezeichnet wird? Sind das die Kühe? Ufff! Solange die nicht mich meinen....

    So wurde ich also "der erste Überlebende" des Überlebenstraining. Geschafft! Der Rest der Mannschaft schaute sich noch einmal die Karten an und machte sich auf den Weg.

    "Also so sehen die Karten in Österreich aus. Und warum sind da keine Straßen auf den Gipfel? Also in Amerika haben die das schon lange...."

    Da ich ja schon gewonnen hatte, durfte ich den Parcours mit Zwischenprüfungen ausstatten. Die Zwischenprüfung hatte ich prompt so gut versteckt, daß keiner sie fand. Schade nur, daß ich so viel laufen mußte. Ich sage es ja immer wieder: "Warum laufen, Autos sind schon erfunden."

    So sehen in Österreich die öffentlichen Toiletten aus. Ich finde nur die Namensgebung sehr ungewöhnlich....

    Und so quälte sich die Mannschaft (ohne mich) die Berge rauf und runter. Wenn es um gefährliche Aktionen handelte, probierten wir diese zuerst mit den Marketing & Vertriebsleuten aus. Schließlich will ja keiner Entwickler verlieren.

    Und wer hat gewonnen? Den lernen Sie jetzt gleich hier kennen...

    Und hier ist der Sieger der Überlebenden. Streßgetestet in Österreich und damit lt. der Österreichen Bergführer auch Ehefähig.

    Die folgenden 3 Punkte wollen wir den Frauen in München besonders hervorheben....

      A: Die neue Linux Frisur
      Dynamik am Morgen und Dynamik am Abend. "Drei Wetter Microsoft" hätte es nicht besser hinbekommen können. Was man bei einem Pinguin nicht alles abschauen kann... ;-)

      B: Die Augen
      Zwei an der Zahl! Der Blick eines Herzensbrechers. Zumindest löste er mit dem Blick im ganzen Gelände Lawinen aus...

      C: Der Mund
      Einer an der Zahl! Und der ist schlagkräftig. Oder verwechsele ich das mit trinkkräftig?

    Wer ihn kontaktieren möchte, der schreibt einfach an den Kundendienst der itrade AG, Stichwort "Der schöne Mann".

    Wir bei itrade suchen übrigens noch jede Menge gute Leute für die Entwicklung. Wer Lust an der Mitarbeit in einem guten Team hat, Projekte auch einmal erfolgreich beenden will, gegen Stock Options nicht abgeneigt ist, Erfahrung mit einer oder mehreren der folgenden Stichworte hat, der sollte mir mal sein Lebenslauf (1 Seite reicht) schicken. Die gehen an p.toegel@itrade.de. Und nun die Stichwörter: Java, Servlets, Perl, Oracle, HTML, UNIX.


    Der Schrei an der Kinokasse

    Am anschließenden Wochenende ging die Familie mal wieder ins Kino. Genauer gesagt das Cinema Filmtheater in München. Dort spielten Sie im Gegensatz zu allen anderen dt. Kinos den Disney Film "Tarzan" in englischer Sprache.

    Und so besuchten wir mit der gesamten Familie die Familienvorstellung um 14.30 Uhr. Und daß es sich bei dem Kino um ein Kino mit Qualität handelt, konnten wir schon an gewissen Aufklebern* erkennen.

    Den letzten Aufkleber verstanden wir aber erst an der Kasse. Dort erklärte man uns, daß Annie-Mae (geboren am 18. September 1999) mit 8 Wochen schon den vollen Eintritt zu bezahlen hat. Und dies, obwohl Annie-Mae in einem Tragetuch von Conni hängt.

    Nach einigem diskutieren mit dem zuständigen Manager des Tages, händigte man uns jedoch das Geld für Annie-Mae's Ticket wieder aus, weil die Ausrede "Wenn das Baby schreit, dann stört das die anderen Besucher, deswegen muss das Baby bezahlen" einfach zu schwach war. Wir konnten dem Manager schliesslich klarmachen, dass das Baby wegen 8.- DM auch nicht weniger schreit, und die anderen Besucher auch nix davon haben wenn das Baby den vollen Eintrittspreis bezahlt. An dieser Stelle nochmals danke an den Manager, der ein Einsehen hatte, und gegen die Anordnung seines Chefs verstiess, indem er gesunden Menschenverstand walten liess. Hoffentlich hat er seinen Job noch...

    Ach ja, der Tarzan Film von Disney ist übrigens sehr empfehlenswert. (Auf Englisch!)

    *Die Aufkleber wurden aus Gründen der Dramaturgie von der Redaktion geändert. Die entsprechen damit allerdings eher der Realität.


    Peter auf der Intensivstation

    Am Wochende nach dem itrade Wochende war es soweit. Am Montag gegen 11:17 Uhr verspürte ich einen üblen Schmerz in der Gegend vom Herz. Sofort teilte ich meiner Frau mit, daß ich doch wünsche in das Krankenhaus zu gehen. Diese zog sofort Jamie-Lee, Holly und Annie-Mae an und wir befanden uns 15 Minuten später im Auto.

    Es waren die längsten 15 Minuten meines Lebens. Doch als alter Schwabe wollte ich nicht das Geld für den Krankenwagen ausgeben. Im Krankenhaus angekommen, fragten die Schwestern in der Notaufnahme zuerst ...

    1. ...warum ich so bleich bin.
    2. ...warum ich so stöhne.
    3. ...wo die Schmerzen herkommen
    4. ...wo meine Versicherungskarte ist.

    Leider war einer der ersten Fragen nach der der Versicherungskarte. Aber warum nicht wertvolle Zeit nutzen, um das Geld für die Behandlung schon einmal einzuziehen.

    Der hinzueilende Notarzt wollte wiederum nicht meine Versicherungskarte. Er packte mich wegen Verdacht auf einen Herzinfarkt in ein Bett und innerhalb einer Minute fand ich mich in der Intensivstation wieder. Dort wurde ich gleich an tausende Computer angeschlossen. So gut habe ich mich noch nie gefühlt. Bis auf die Schmerzen.

    Doch die liessen sofort nach, als ich erfuhr dass der Pfleger, der mich betreute, auch ein Mac User ist. Eine anschließende Umfrage nach dem Bekanntheitsgrad von itrade ließen die Schmerzen komplett zurückgehen. 50% der Belegschaft war itrade ein Begriff! Sollte mein Leben doch nicht sinnlos gewesen sein?

    Hier nun meine Top Ten zum Thema Intensivstation:

    Die Top Ten Gründe
    1999 einmal auf der Intensivstation zu schlafen.
    10.
    Man fühlt sich gleich besser, wenn man sieht wie dreckig es den anderen Patienten auf der Intesivstation geht...
    9.
    Kostenlos Hagebuttentee trinken bis zum abwinken, was ist erstrebenswerter?
    8.
    Besser im Jahr 1999, als an der Jahreswende zum Jahr 2000....
    7.
    Das Personal ist besser ausgebildet als das Personal für die Halbkranken auf dem anderen Stockwerk.
    6.
    Es gibt nichts besseres, als dass sich der Chef Sorgen um einen macht....
    5.
    Wenn da einer schreit, dann rennt der Arzt. Wenn daheim eine schreit, dann renne ich...
    4.
    Coca-Cola (oder so was ähnliches) direkt durch eine Kanüle mit den Arm getrunken.
    3.
    Endlich einmal mit den Computern richtig verbunden zu sein...
    2.
    Schwester Dora, Schwester Annie, Schwester Nicole, Schwester Martina, ...
    1.
    Wer in die Rentenversicherung einzahlt, will auch einmal in Rente gehen. Wer in die Krankenversicherung...

    Ach ja, hier ist die Diagnose der Doktoren nach 24 Stunden auf der Intensiv Station: Es war kein Herzinfarkt. Eher was mit der Wirbelsäule. Und ich bin zu dick. Also meine Frau hat das schon ohne Studium erkannt.... (Anm. der Ehefrau: als "Stresstest schlug ich den Ärzten vor, Peter mal nur aus dem Bett aufstehen zu lassen. wenn er da nicht gestresst wird, dann hilft sowieso keine Medizin mehr...)

    Seitdem bin ich übrigens auf Diät - Menüvorschläge werden gerne angenommen (aber hoffentlich mit Fleisch oder wenigstens Pommes).

    Lasst uns doch ein Spielchen daraus machen:

    Wer erraten kann, wieviel Kilo Peter tatsächlich abnimmt, bzw. der Zahl der abgenommenen Kilos am nächsten kommt kann ein Drei-Mann-Zelt von uns gewinnen (o.k., in Wirklichkeit handelt es sich dabei um Peter's alte Levi's Jeans, aber mit etwas Geschick und ein Paar Seilen ist der nächste Familienurlaub auf dem Campingplatz praktisch gerettet.)

    Wer am weitesten daneben rät, könnte ja Peter's neue Levi's bezahlen (in USA natürlich, da kosten sie dann nur $20)

    Euren Tipp (oh, man bemerke: wir schreiben neudeutsch) an folgende Adresse: peter@togel.com


    Wintereinbruch in Bayern

    Irgendwie haben wir ja schon eine gute Gegend in Deutschland getroffen. Und sie hat kleine Ähnlichkeiten mit Denver. Gut, Denver ist ein wenig größer als Untermeitingen. Doch die Berge kann man auch von hier sehen. Und Dank der Berge scheinen auch die Wolken von Untermeitingen fern zu bleiben. Nicht so oft wie in Denver, doch für Deutschland nicht schlecht.

    Diese Woche hat dann auch der Schneefall eingesetzt. Und das trieb die ganze Familie in den Garten. Die ganze Familie? Nein! Ein unbeugsamer Dicker leistete auch dieses Mal Widerstand. Er machte nur ein paar Bilder der tögelschen Schneemonster...

    Rapper Jamie-Lee sorgte mit ihrem neuen Räp "It tit brr so cold" für ein Top Platz in der Unterkühlungs-Hitparade.
    Conni mit den roten Ohren war laut ihrer Mutter auch nicht sehr nett zu ihren Eltern. Und so zahlen ihre Kinder es heute heim....
    Nein, dies ist nicht der Gärtner. Dieser Genosse ist noch von Halloween übrig geblieben. Er sollte den Sommer vertreiben. Ist gelungen....
    Nein, hier in Bayern gibt es keine Schneemänner. Die würden ja sicher nur in schönen Schnee pinkeln. Schneekatzen dagegen setzen sich und vergraben ihre Hinterlassenschaften.
    Holly wäre am liebsten im Sommerkleid in den Schnee gegangen. Nur viel diplomatische Verhandlungskunst half, das Model des Jahres 1999 umzustimmen.


    Thanksgiving bei den Tögels

    Thanksgiving wurde dieses Mal bei den Tögels am 27. November 1999 gefeiert. Und da die Truthähne sich zu nahe an die Tiefkühltheke beim Handelshof gewagt haben, gibt es auch während meiner Diät-Phase Truthahn.

    Der Morgen begann aber schon mit einem Schmunzeln. Holly kitzelt ihren Daddy mit ihrem kleinen Zeigefinger im Ohr " Daddy wake up, tickle, tickle, tickle tickle, tickle." " ----Yuck, schmutzig!"

    Da wissen wir doch für was wir heute Danke sagen können: drei freche Gören....


    Mehr zum Smart

    Nachdem der letzte Artikel vom Smart so viel Freude erweckte, wollen wir nun die wahre Größe des Smarts zeigen. Hier seht Ihr ein Smart vor einem bekannten Gebäude. Und hier der Vergleich zu einem aktuellen Modell von Ford aus den USA....


    Und weil heute Thanksgiving ist, seid dankbar daß diese Rundmail ein Ende hat.

    Bis zum nächsten Mal,

    Peter, Conni, Jamie-Lee, Holly und Annie-Mae

    9/10/00