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Rundmail aus Bayern - Nr. 4 Willkomän!
So oder ähnlich schreibt man das sicher im neuen Deutsch . Und als Baby grüßt man so mit der Hand ! Wer zweifelt da nicht an der Welt ? Die Freunde der schlechten Rechtschreibeprüfung (Quark) dürfen ab sofort wieder diese Homepage vom Geschäft aus besuchen -die Mauer ist gefallen . Und damit begrüßen wir auch wieder Kambis & Company . Nun gut , jetzt geben wir auf jeden Fall Vollgas .
Zu den Themen:
Kinder wie auch Erwachsene versprechen sich manchmal absichtlich, oder eben unabsichtlich. Oder sie meinen es sogar ernst. Was in letzter Zeit die Tögels so von sich gaben, kann man jetzt hier nachlesen...
...aber eigentlich nicht wir, sondern "das System" hier im Land. Seit Jamie hier zur Schule geht, haben wir immer wieder mit deutschen "System Mentalität" zu kämpfen. So wurden wir angewiesen, Jamie's Hefte zu Beginn des Schuljahres NICHT zu beschriften, da das von der Lehrerin persönlich erledigt würde - per Computerausdruck, damit "es einheitlicher aussieht". Zudem mussten die Eltern aller 150 frisch eingeschulten Kindern im Ort rennen, um die passenden farbigen Einbände und die dazugehörigen Hefte zu besorgen. Wir brauchten satte zwei Wochen, um endlich ein Hefteinband in lila, grösse A5 und ein Hefteinband in weiss, grösse A4 zu bekommen. In den fertig abgepackten Sortimenten, sind diese Farben natürlich nicht enthalten, so dass man dafür in einen anderen Laden rennen muss - Massenbeschäftigungstherapie! Unsere nächste Begegnung der unheimlichen Art mit "dem System" kam, als Jamie ziemlich entsetzt von ihrem ersten Mal Schwimmunterricht nach Hause kam. Sie hatte sich zusammen mit allen anderen Kindern in der Schwimmhalle umziehen müssen, vor den zwei Lehrern (ja, beides Männer, keine Frau weit und breit). Ach ja, und wenn wir sagen alle Kinder, dann heisst das Jungs und Mädels bunt gemischt, auch beim duschen. Auf unsere Anfrage hin meint der Rektor, dass dies so in der Schulsatzung so geregelt sei, dass die Kids bis zur 3. Klasse gemeinsam beim Umziehen und beim Duschen zu sein haben - Morale sind offensichtlich nicht auf der Wichtigkeitsliste des "Systems". Wir sind jedenfalls empört (und Jamie auch...). Uns wurde dann in der dritten Schulwoche auch gesagt, dass Jamie "ein Problem mit der Feinmotorik" hat. Wir zerbrachen uns eine Weile darüber den Kopf, zumal dies in USA nie aufgefallen war und auch sonst nie zur Sprache gekommen ist. Irgendwann kamen wir darauf, dass die Lehrerin Jamie's Unwilligkeit ihre Buchstaben genau an der Linie aufhören zu lassen als Problem mit der Feinmotorik gewertet hatte. Seit Conni der Lehrerin das amerikanische "System" des Schreibenlernens erklärt hat, haben sämtliche Gerüchte über Jamie's Feinmotorik ein Ende, wenn auch der Lehrerin die Haare zu Berge stehen, ob Jamie's wunderbarer "Schönschrift".
Eigentlich könnten wir Euch jeden Tag frische Bilder von Annie-Mae zukommen lassen. Aber da Annie-Mae ja nicht Euch in der Nacht aufweckt, behalten wir die Bilder für uns. Die Bilder sind nämlich in der Nacht wesentlich leiser als das Original. Annie-Mae könntet Ihr dagegen nachts gerne einmal ausleihen*.
* Das Ausleihen ist nur für Omas und Opas, sowie Tanten und Onkels von Annie-Mae möglich. Auch wenn sie besonders laut schreit...
Und mit jedem neuen Kind kommen auch die "Glückwünsche" von den Banken des Ortes. Die Kreissparkasse Augsburg hat sich sogar die Mühe gemacht, und informiert uns mit dem "Baby-Kalender" über die Entwicklungsschritte von Annie-Mae. Und hier ist der Realitätsvergleich...
Letztes Wochende haben wir meine Mutter (Renate Tögel) mit dem Zug eingeflogen. Und deren Aufgabe war es, sich mit unseren Kindern zu schlagen. Und damit wir das Geschrei nicht hören, sind wir noch am Freitag Abend nach Österreich gefahren.
Genauer gesagt nach Innsbruck. Und dassdie Österreicher dem amerikanischen Volke sehr verbunden sind, das konnten wir an dem folgenden Plakat erkennen:
Allerdings ist verwunderlich, warum man die Musik im "Saal des Gehörlosenhauses" macht. Wehren sich die Gehörlosen nicht?
Geschlafen haben wir im Speckbacherhof. Da füllte sich mein Bauchspeck ganz besonders gut. Und kostenloses Minigolf gab es vom Haus dazu. Da konnte selbst ich mich nicht dem Sport verweigern. (Anm. d. Ehefrau: Allerdings gab er nach der 9. Bahn auf, weil er jämmerlich am Verlieren war...Seine sportlichste Leistung erbrachte Peter, indem er ein Riesenstück Käsesahnetorte verdrückte, ohne einmal die Kuchengabel aus der Hand zu legen.) ( Anm. d. Ehemannes: So viel schlechter habe ich auch nicht gespielt.Dazu hatte ich einen dicken Bauch, der mich behinderte. Den ist Conni erst losgeworden. Und Connis Apfelstrudel war auch nicht kleiner.) Unsere Wertung der Unterkunft: mässig. Das ganze Haus muffelte, weil selten geputzt. Die Bedienung muss noch am Lächeln arbeiten. Und wenn ihr doch mal dort nächtigen solltet, dann bringt euer eigenes Vesper fürs Frühstück mit, weil die Brotscheiben sind genau abgezählt (wenn nicht sogar abgewogen), damit der Betrieb nicht pleite geht, durch zu hohe Brotausgaben... Ach ja, und nehmt euch vor dem Heizlüfter in Zimmer 16 in Acht, der ist lebensgefährlich... Das Wetter war klasse, wenn auch kalt. Das haben wir zum Anlass genommen, uns im lokalen Einkaufszentrum von Innsbruck umzusehen. Die Ansätze sind nicht schlecht, zumal das Ganze unter Dach ist - wie eine Mall in USA. Leider etwas zu eng das Ganze - gar nicht wie eine Mall in USA. Dennoch haben wir uns amüsiert und ausserdem mussten wir dann eine Stunde lang nicht frieren. Unsere Wertung: passabel.
Bei der Inventur der Bilder haben wir festgestellt, daß wir in den letzten Rundmails einiges unterschlagen haben. So bitten wir um Verzeihung und holen es sofort nach.
Auf itrade gibt es derzeit eine Reise in die USA zu gewinnen.
Wir bekommen neue Nachbarn. Nachdem sich die alten Nachbarn endlich nach dreimonatiger Umzugsaktion mit 5 tonnen Müllentsorgung verflüchtigt haben, haben wir jetzt neue Nachbarn im Hause nebenan. Die neue Familie hat auch ein kleines Baby und sind gerade wie wild am renovieren. Eigentlich erstaunlich, dass das Haus noch nicht eingestürzt ist, bei dem ganzen Bauschutte, den sie fabrizieren. Aber trotz des Baulärms, sind sie ruhiger als ihre Vorgänger und netter und sympathischer auch. Deswegen: ein herzliches Willkommen and die Neuen nebenan! Und ein "hoffentlich sehen wir uns nicht so schnell wieder" an die Vorgänger von nebenan.
Nachdem wir das jetzt erprobt und für gut befunden haben, haben der Schwager und die Schwägerin beschlossen es uns nachzutun, und in die dritte Runde des Kinderkriegens einzusteigen - Congratulations, Martin & Lisa! Auch eine Art die Rente zu sichern. Jetzt beginnt halt die lange Wartephase bis Juni 2000, Zeit genug für uns, ihnen wertvolle Tips (ooops, tipps) und Tricks weiterzugeben.
Und damit nimmt eine weitere, langweilige Rundmail ein Ende. Diese Rundmail ist übrigens laut dem Formel 1 Reglement noch in der Toleranzgrenze.... Bis zum nächsten Mal, Peter, Conni, Jamie-Lee, Holly und Annie-Mae P.S. Falls Ihr euch wegen dem neuen Homepage Bild wundert - wir (Conni & Peter) gehören auch weiterhin zur Familie Tögel. Auch wenn das an manchen Tagen die drei Töchter sich anders wünschen... P.S. II Zwecks der neuen deutschen Rechtschreibung bitten wir immer noch um Entschuldigung. Uns fällt nur das folgende Zitat von Georg Christoph Lichtenberg dazu ein: "Der eine hat eine falsche Rechtschreibung und der andere eine rechte Falschschreibung."
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