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Rundmail aus Denver - Nr. 44 Uuaaaaaaaaaaaaah, eigentlich sollte ich jetzt eigentlich in das Bett gehen. Doch ich sitze mal wieder vor dem Computer und gähne dem Morgen entgegen. Warum? Das würde ich auch mal gerne wissen. Doch hier sind die Themen dieser Rundmail:
Die neue Geschäftsidee Da uns bei steigenden Preisen hier so langsam das Geld knapp wird, sind Conni und ich derzeit auf der Suche nach einer Geschäftsidee, bei der wir richtig absahnen können, aber nicht unbedingt viel tun müssen. Letzteres ist wichtig, damit wir unsere "Nebenbeschäftigungen" wie z.B. "Produkt Management" und "Professionelle Hausfrau" weiter ausführen können. Eine der ersten Ideen ist der Verkauf von Feiertagen. Nach unseren Untersuchungen könnte nämlich fast jeder Bewohner dieser Erde noch den einen oder anderen Feiertag gebrauchen. Wie immer gibt es aber von dieser Ressource zu wenig. So gehen wir also zu der Produktion und dem Verkauf von Feiertagen über. Und hier sind unsere ersten Artikel: Schuhplattler Gedenktag Dilbert Gedenktag Bewerbungs Gedenktag Tag der deutschen Reinheit Weihnachtsbonus Gedenktag Solltet Ihr an dem einen oder anderen Feiertag Interesse haben, so schickt bitte eine E-Mail an Peter Tögel. Wir lassen Euch dann die Zahlungsbedingungen wissen. Die Web Seite zur Online-Bestellung und zum runterladen des Feiertages ist leider noch nicht fertig. Transscripts zum Nachspielen Wie bei den Fernsehsendungen gibt es jetzt auch bei der Familie Tögel eine Abschrift von den Szenen aus dem täglichen Leben.
Erleben Sie hier die erste Folge: Szene 1 Peter: "Holly, könntest Du beim Essen bitte den Finger aus der Nase nehmen?"
Szene 2 Jamie-Lee: "Du Mamma, da ist Blut an meinem Finger." Szene 3 Holly: "I will Kaba."
Holly: "I will Kaba." Szene 4: Conni: "In der Küche sieht's ja wieder aus wie im Schweinestall." Szene 5: Conni: "Peter, wir müssen die Bude aufräumen, wir bekommen in einer halben Stunde Besuch. Vor allem das Bad muß man putzen, da sieht es arg übel aus." Eine halbe Stunde später Peter: "Aber ich habe doch schon angefangen aufzuräumen. Guck, ich habe schon den Papierkorb geleert und das Waschbecken ausgespült." Es klingelt, die Gäste sind hier. Szene 6: Peter: "Kann ich dir helfen, Jamie?" Kunstwerke der Familie Tögel Wenn man hier einmal mit offenen Augen durch die Wohnung geht, dann muß man feststellen, daß wir hier sehr begabt sind. Eigentlich müssen wir nur noch einen Museumsdirektor finden, der uns den Kram abkauft. Hier ist nun eine kleine Online Ausstellung mit der Kunst aus dem Hause Tögel: Objekt 1871a
Name: Die Mutter
Objekt 1871b
Name: Die Schlange
Objekt 1871c
Name: Die Katze
Objekt 1871d
Name: Die Giraffe
Objekt 1871e
Name: Das Haus und die Sonnenblume
Objekt 1875z
Name: El Pinguini
Objekt 1877z
Name: Nutella und ein Teller
Objekt 1878f
Name: Bill Clinton
Objekt 1827d
Name: Die Fledermaus aus Nutella Toast
Objekt 2193b
Name: Die Hochzeit der toten Spinnen
Objekt 3377a
Name: Die einarmige Puppi
Objekt 7877f
Die Wochen vor Thanksgiving hatten wir ein wenig dt. Wetter. Es hagelte Taubeneier.
Und dann stand wieder der beliebte Feiertag ins Haus. Es war Thanksgiving, und für diesem Tag sterben in Amerika so viele Truthähne wie noch nie - um eine kleine Zahl zu nennen - ungefähr 97 Millionen Truthähne (lt. World Turkey Magazine). Deswegen ist dieser Tag auch besser unter dem Namen "Turkey Day" bekannt. Da stellt sich natürlich die Nebenfrage ob der Name des Landes Türkei (Turkey) nach dem Truthahn (Turkey) benannt worden ist. Wir haben auf jeden Fall in diesem Jahr einen Truthahn kostenlos im King Soopers (unserem Supermarkt) bekommen. Conni hat die Innereien dieses Jahr sogar vor dem Braten gefunden und damit bestand für unsere Gäste, Christoph und Simone (Auswanderer aus Deutschland, die es ebenso nach Denver verschlagen hat), eine Chance das Festessen zu überleben.
Hier das Menu:
Das Essen war also gar nicht mal soooo schlecht. Kommen wir zum Ambiente. Da Jamie den Tisch deckte, bekam jeder nur einen Löffel und eine Gabel, sowie einen Plastikbecher zum trinken. Messer und Servietten gab es keine. Als dann alle endlich am Tisch saßen, verkündete Holly dieses:"Mami, Holly 'tinkt!" (Heißt so viel wie Holly stinkt!) Nach dieser Episode war's dann auch schon Zeit den Vogel aus dem Ofen zu holen. Nach 5 Stunden brutzeln hätte er eigentlich schon am Rande des austrocknens sein müssen. Natürlich war's ein geschenkter, deswegen war er natürlich noch nicht durch. Peter, der gute, schob den Truthahn sofort wieder in den Ofen. Und, damit er auch ja fertig wird, stellt Peter die Temperatur auf 350 Grad C. Innerhalb kürzester Zeit verwandelte sich der vorher halb verfrorene Gockel in ein Elend mit argem Sonnenbrand und konnte gerade noch rechtzeitig vor dem endgültigen verkokeln aus seiner Misere befreit werden. Zum Glück war der Puter noch genießbar, wenn auch das andere Essen bereits kalt war. Entgegen ihrer sonstigen Gewohnheit, brauchten die Mädchen an diesem Abend eine dreiviertel Ewigkeit, bis sie ruhig in ihrem Bett lagen. Sie stellten einen neuen Rekord in "Mama, ich will was trinken"- brüllen auf. Das erstaunlichste dieses Abends ist die Tatsache, daß unsere Gäste sich sogar bei uns für den netten Abend bedankt haben (mal ehrlich Simone & Christoph, so arg nett war's für euch dann auch wieder nicht. Nicht mal wir finden's bei uns nett.). Vielleicht war auch der Begriff "nett" misinterpretiert von den Beiden. Hier nochmals die genaue Definition: nett - nice, hübsch, schön. In der von Christoph und Simone verwendeten Form bedeutet "nett" jedoch Folgendes: nett - grauenhaft chaotisch, schrecklicher Tumult, widerwärtiges Durcheinander, furchtbarer Aufruhr, entsetzliches Inferno - vielleicht besser einfach als "tögelig" definiert. Wir haben den Beiden versprochen, den Kindern nächstes Mal das eine oder andere "Tröpfchen" zu geben, damit man sich auch mal in Ruhe unterhalten kann und auch einmal mit Messer und Gabel essen kann. Auch der Hund hatte die Gelegenheit ein wenig von der Festtagsstimmung mitzuerleben. Seine Reaktion: sich einfach totstellen. (Anm. d. Ehefrau: das mache ich nächstes Jahr auch...)
Der Freitag nach Thanksgiving ist dann der Tag der Macy's Thanksgiving Day Parade in New York und wie üblich der schlimmste Einkaufstag in Amerika. Man sagt es war so voll, daß Dr. Jack Kevorkian (Der "Sterbehelfer" der Nation) jemanden umgebracht hat, nur um einen Parkplatz zu bekommen. Natürlich bin auch ich in den Laden gesprungen um zu sehen was ich mir nicht leisten kann. So gab es 13" Farbfernseher und Videorecorder für nur jeweils $89.- . Für die Kinder gab es batteriebetriebene Autos (eine moderne Art des Go-Cart) für $88.-. Diese Autos sind so funktionstüchtig, daß sie jederzeit ein Wettrennen gegen unseren Chevrolet gewinnen würden. Es war so voll, man wurde wie bei einem Punk Konzert herumgeschoben, begrabscht und vermischt. Ich glaube ich gehe das nächste Jahr wieder hin. Und dann ist da noch eine wahre Geschichte aus dem Leben eines Straftäters, der zum Tode verurteilt worden war. Der brach an Thanksgiving aus einem Gefängnis in Texas aus. Heute hat man ihn gefunden tot. Welch ein sinnvoller Ausbruch das war... Connis neuer Job Conni hat seit einer Woche einen neuen Teilzeitjob um unser Gehalt aufzubessern (Anm. d. Ehefrau: eher um meine Ruhe zu haben). Ihr Chef hat sich auf Grundstücke in den Rocky Mountains spezialisiert. Die Preise liegen zwischen $20,000 und $8,000,000, also für den durchschnittlichen deutschen Haushalt gut erschwinglich (kostet weniger als ein neuer Golf...). Die Grundstücke haben fast ausnahmslos atemberaubende Aussichten und da Grundstückspreise in den Bergen tierisch am steigen sind ist das eine gute Geldanlage (haben wir gehört, Ahnung von Geld haben wir Tögels in Denver ja nicht).
Ethan (der Chef) hat auch eine Homepage (die allerdings noch in der Bauphase ist und von irgendeinem HiWi programmiert wurde und dementsprechend aussieht), da könnt ihr auch Infos anfordern und die aktuellen Preise sehen. Hier ist das URL: http://www.mountainprop.com. Allerdings dort nur in Englisch. Solltet Ihr der englischen Sprache nicht mächtig sein, könnt ihr auch Conni eine E-Mail schreiben, die leitet das dann an Ethan weiter (ctogel@aol.com).
Die drei Jahre Ja, wir feiern am 8. Dezember 1998 unser dreijähriges Amerika Jubiläum. Das bedeutet drei Jahre...
So, das war es mal wieder. Das nächste Mal berichten wir dann von einer Pilgerfahrt zu den Wallfahrtsorten in Silicon Valley. Und wir berichten von netten Arbeitskollegen und deren Angebote an mich, die Veröffentlichung dieser Bilder zu verhindern. Hier ist eines der ersten Bilder...
Bis zum nächsten Mal... Peter, Conni, Jamie-Lee, Holly und "Wuuuuuuuuuuff" 04.12.1998 |