Rundmail aus Denver - Nr. 42
God Save The Queen!
Oder wie wir hier in Denver sagen: "Wenn in Denver länger als zwei Tage die Sonne nicht scheint, dann steigt die Selbstmordrate".
Wenn es in England nach der selben Regel gehen würde, dann hätte England keine Einwohner mehr. Ich komme nämlich gerade aus dem grauen England. Aber mehr dazu ein wenig später
Zu den Themen:
- Das Wochenende in Breckenridge
- Die Reise nach England
- Das Menu der Woche
- Das neue Familienmitglied
- Die Anzeige der Woche
- Und sonst noch...
Das Wochenende in Breckenridge
Ein Wochenende mit der Familie - noch dazu fast kostenlos (Das Hotel inclusive Frühstück spendierte mein Arbeitsgeber) - gab es am Wochenende vom
18. - 20 September 1998.
"Frühstück in der Turnhalle"Nach dem herzhaften Luxus-Frühstück auf dem Fußboden der Turnhalle (Die Tische muß wohl jemand vergessen haben.) ging es dann zu einem Gruppenbild aller Quarkiens auf das Feld.
"Der Auszug der Quarkiens"Nein, das ist nicht das Gruppenbild. Dies die Schlange für das Gruppenbild. Und in dieser Gruppe fand man auch Quarkiens, die man lange nicht mehr in der Öffentlichkeit sah...
"Quarkiens im Sträflingsanzug"
Ich weiß wirklich nicht, ob T-Shirts noch eine Art von Mitarbeitermotivation sind, wenn 1000 Leute sie gleichzeitig tragen müssen. aber einem geschenkten Gaul schaut man ja bekanntlich nicht ins Maul. Schön war es auf jeden Fall mal von dem Computer zu Hause getrennt zu werden.
Die Reise nach England
Eine weitere Trennung folgte dann noch am selbigen Wochenende. Am Sonntag früh ging es nämlich auf den Flieger nach England. Komischerweise bieten die Fluggesellschaften immer noch keinen Gottesdienst auf dem Flugzeug an.
Am Flughafen in London traf ich dann auf eine Gruppe von Quark Angestellten. Die warteten dort schon sehnlich auf Matthew Bailey - ein weiteren Kollegen, der aber erst eine Woche später nach London flog. Und da er aus eben genanntem Grund nicht da war, namen sie mich mit in das englische Büro von Quark in Guildford.
Verschiedene Leute sollen in dem Haus übrigens schon Gespensterscheinungen gehabt haben. Das dortige Gespenst legt immer mal wieder seine Hand auf die Schultern der Mitarbeiter. Mich hat es allerdings nicht berührt - Österreicher sind da wohl wie Knoblauch...
"Kein Gespenst - nur Peter mit Krawatte"Von dort aus sind wir dann auf die IPEX gefahren - eine Messe der Druckbranche in Birmingham. Und dort habe ich festgestellt, daß Engländer ganz fröhliche Leute sind.
"Ähhhh, ich meinte fröhlich..."
"Hallo! Ich sagte frööööhlich!"
"Jetzt kommen wir langsam in die richtige Fröhlichkeit.
Nur der da ist kein Engländer!"
"Ahhhhhhhhhhhhhhh! Da haben wir sicherlich den fröhlichsten Engländer erwischt."Könnt Ihr Euch vorstellen, daß ich es mit diesen Fröhlichkeitswundern
10 Tage ausgehalten habe? Hiermit gründe ich einen Club um die europäischen Messen auf4 Tage zu verkürzen. Was man nicht in4 Tagen vorführen kann, wird in10 Tagen auch nicht besser.Ach ja,und dann wollte ich Euch noch die typischen Nachwirkungen einer Englandreise zeigen. Die zeigen sich in meiner neuen Frühstücksart ...
"Englisches Frühstück in Denver"Das Menu der Woche
Apropos Frühstück - gefunden habe ich dieses Speiseangebot auf dem Menu in einem Lokal in England. Ich frage mich ob das nicht ein wenig zuviel Könighaus ist:
Steak Diana
Steak cooked to your liking in a Diana Cream Sauce with BrandyNach was schmeckt eigentlich eine Diana Cream Sauce?!?!
Das neue Familienmitglied
Eigentlich weiß ich noch gar nicht, was ich dazu sagen soll. Da rufe ich meine Familie von unterwegs an und muß erfahren, daß man mich wegen zu langer Abwesenheit mit einem Hund ersetzt hat. Und das nur wegen diesen langen Geschäftsreisen.
"Klein - Schwarz - Frech - einfach Snuffy"Und weil ich dies niemandem wünsche, sind hier die Gründe meiner Frau für diesen "Ehemann-Ersatz":
10 Wir brauchen jemanden der das Haus bewacht. 09 Der Hund frisst weniger als der Ehemann. 08 Der Hund schläft auf dem Boden. 07 Der Hund hat viel Zeit für die Kinder 06 Der Hund hat Haare. 05 Der Hund folgt sofort den Anweisungen des Hausdrachens, nicht erst 3 Tage später. 04 Der Hund hat keine Finger, um Computer zu bedienen. 03 Flugtickets für Hunde sind billiger. 02 Der Hund muss nur alle drei Monate zum Friseur. 01 Der Hund weiss nicht mal, wie eine Kreditkarte aussieht.
"Sieht aus wie ein Jagdhund. Ist aber keiner..."Nun hat es aber natürlich auch seine Nachteile, ein Viech im Haus zu haben. Deshalb hier die wichtigsten, damit sich etwaige Haustiereigentümer der schlimmen Wahrheiten bewusst werden.
10 Tiere im Garten lösen einen Heulalarm aus, bei dem man aber nicht die Batterien entfernen kann. 09 Natürlich ist das beste Hundefutter immer das teuerste. 08 Hundefriseure kosten das dreifache, wie bei Ehemännern. 07 Der Hund geht nicht täglich ins Büro. 06 Alle Kinderspielzeuge die auf dem Boden liegen verwandeln sich in geschreddete Häuflein von Elend. 05 Der Hund kann den Kindern kein Frühstück zubereiten 04 Der Hund muss mit in den Urlaub. 03 Der Hund kann sich nicht selbst versorgen. (Anm. d. Ehefrau: Die Anderen im Haus können das auch nicht, deshalb ist dieser Nachteil nicht unbedingt Hundespezifisch.) 02 Der Hund benützt nicht die Toilette. (Anm. d. Ehefrau: Auch dies ist kein Hundespezifisches Problem in unserem Haushalt.) 01 Freut sich der Hund, muss man danach den Boden wischen (dies wiederum ist ein typisches Cockerspaniel Problem und lässt sich auch durch nichts beseitigen. Ausser durch konstantes Bodenwischen natürlich...) Wobei wir bei der Liste der Veränderungen in unserem Haushalt wären. Seit Snuffy da ist,...
- fehlen die Schnürsenkel an Holly's Lieblingsturnschuhen
- fehlt Holly's kleinem Schmusehasen, den sie von ihrer Schwester bei der Geburt bekommen hat, ein Ohr halb
- läuft eine der Puppenstubenfiguren als Beinamputierte Person durchs nicht-Leben
- haben Jamie's Aristocats Spielfiguren keine Ohren mehr
- sabbert aus der Schaumbadflasche ständig Schaumbad raus (seitdem blubbert Snuffy so seltsam...sieht cool aus...)
- werden sämtliche Papierkörbe im Haus mindestens ein Mal täglich geleert - auf den Fussboden
- werden alle leere Klopapierrollen als Pappmaché wiedergeboren
- wird der Fussboden öfters gewischt
- plagen die kleinen Mädchen nicht mehr ihre Mutter, sondern den Hund
- fehlen etliche Murmeln, Servietten (die haben wir allerdings im Garten wiedergefunden - verdaut), Stücke von Dingen von denen manchmal nur noch Stücke übrig sind, Wachsfarben (ebenfalls im Garten wiedergefunden), Papier, etc. Eine Entrümpelungsfirma könnte auch nicht gründlicher arbeiten.
Ansonsten ist unser Snuffy schon irgendwie ein drolliger Hund. Wenn man davon absieht daß er mir die Hausschuhe nicht an den Fernsehsessel gebracht hat. Er hat sie schlichtweg aufgegessen.
Aber wie sagt Holly doch so schön ....
"Bäääääh!"Die Anzeige der Woche
Und da wäre dann noch die Anzeige der Woche. Dieses Mal aus der Denver Post:
"Fahrer gesucht ... muss 8 Jahre alt sein... "Ich wußte gar nicht, daß man im Alter von 8 Jahren schon bei einem Autohändler als Fahrer arbeiten darf. Die Arbeitslosenquote in Denver muß wohl die 0% erreicht haben...
Und sonst noch...
Übrigens ist unsere defekte Kaffeemaschine wieder ersetzt und wieder voll im Einsatz. Danke an die edlen Spender in Krehwinkel (aber eigentlich war's ja Eigennutz, gell Schwiegermutter??? hihihihi...).
Einladungen zum Kaffekränzchen werden nicht verteilt, die muss man sich schon selbst erarbeiten, z.B. mit einem Telefonanruf, einer Karte oder sonst irgendeiner kreativen Art von Selbsteinladung bei den Tögels (einfach auftauchen ist aber nicht kreativ, sondern eher umsonst, da wir nachts schlafen und tagsüber oft weg sind - also, lasst Euch was anderes einfallen).
So, das war es für heute. Denkt daran, daß mein 33. Geburtstag am 6. Oktober 1998 ist. Geschenke werde auch noch nachträglich angenommen!
Bis zum nächsten Mal...
Peter, Conni, Jamie-Lee und Holly
05.10.1998