The Tögel Family - Life On The World Wide Web - Auswanderung in die USA

Rundmail aus Denver - Nr. 29

Hi,

So... kurz vor Beginn des neuen Jahres melden wir uns nochmals. Mit der neuen Rundmail aus dem Hause Tögel! Entstanden kurz nach dem Weihnachtsurlaub...


Das einzige Thema:

Der Urlaub


Der Urlaub

Mmmmm, wie fangen wir dieses Mal an? Es war Sonntag, der 21. Dezember 1997. Die Familie Tögel macht sich auf den langen Weg nach Ozark. Dies ist ein kleines Städtchen in der Nähe von Branson, sozusagen das Countrymusic-Mekka für Rentner. Dort wohnt die Schwester meiner Schwiegermutter. Und da meine Töchter gerne mal wieder eine Oma festhalten wollten, war dies der beste Plan fürs Geld.

Kaum aus dem sonnigen Colorado heraus, begrüßte uns der Staat Kansas mit einem netten Eisregen. Mit einer 2cm dicken Eisschicht auf dem Auto beschlossen wir sogleich den Zwischenstopp in einem Motel - oder wie man an Weihnachten so schön sagt "Krippe/Stall mit TV und Doppelbett". Als wir das Motel bezahlen wollten, stellten wir allerdings fest, das unsere Kreditkarte noch nicht wußte, das sie schuldenfrei ist. So mußten wir also auf die Notfall-Karte meiner Mutter zurückgreifen. (Bei dem Anruf am Montag bei der Bank sagte man mir, daß ihre Computer übers Wochenende auch Urlaub machen...)

In Ozark erwartete uns dann der erste menschliche Clone. So sahen es zumindest unsere Kinder. Die dortige "Oma" Gisela und ihr Mann "Opa" Ray züchten auch Pferde (Missouri Foxtrotters und Miniatur Pferde). Eine herrliche Möglichkeit die Viecher mal aus nächster Nähe betrachten...

Uns so warteten wir also dort auf den Weihnachtsabend. Und als der dann kam, wünschte sich meine Frau sicher, daß er schnell vorbei geht...

Als Ray dann zur Weihnachtsgeschichte kam, konnten es die Kinder (Ach ja - auch ich bin ein Kind...) schon kaum mehr erwarten.

Kaum waren die letzten Töne des obligatorischen Weihnachtsliedchens verklungen, da verteilten die Kinder schon die Geschenke. Die "Erwachsenen" erhielten z.B. DIANA Bücher (Diana war die Frau, die nichts mit dem Begriff "Bad Hair Day" anfangen konnte), ...

..., die Kinder mußten sich dagegen mit Puppen, Schlössern, Fahrrädern und anderem Kinderkram rumärgern.

Ich kann nur von Glück sprechen, daß alle "Monster-Laser-Guns" und die "Terminator" Figuren zu dem Kind der anderen Familie gehörte. Möge das Kind (Das der anderen Familie) noch rechtzeitig lernen, wo der Unterschied zu den richtigen Waffen ist...

Jamie hat sich auf jeden Fall am nächsten Morgen gleich aufgemacht, Fahrrad fahren zu lernen. Die Geduld reichte allerdings nur für eine Minute. Ob sie die Geduld von meiner Frau geerbt hat? ;-)

Auf der Rückfahrt nach Denver übernachteten wir dann noch in einem kleinen Motel mit Indoor-Pool. Eigentlich nicht erwähnenswert, doch ist es um so interessanter, wenn man bedenkt, daß Conni, Jamie und Holly ihre Badsachen vergessen hatten. Doch wo bekommt man auf einem Kuhdorf in Kansas, mitten im Winter, Badesachen her? Ich kann euch nur erzählen, daß wir alle noch im Pool waren.

Holly fängt übrigens gerade an, sich für's Toilettenbenützen zu interessieren und hat sich besonders für die Toilette im Hotel begeistert. Immer wieder bestand sie darauf, auch mal draufzusitzen (leider erfolglos...). Irgendwie war aber danach an mindestens drei verschiedenen Stellen der Teppich im Hotelzimmer verdächtig feucht - der Geist ist willig, aber irgendwie hapert's noch an der Ausführung. Hoffentlich wird's kein solches Drama wie bei der Grossen Schwester, sonst endet Conni irgendwo in einer Gummizelle.

Freitag Abends beglückte uns Holly noch mit einem Rückwärtssalto vom Hotelstuhl. Ergebnis: Eine aufgedrehte Holly, mit einem Arm den sie nicht mehr benutzen konnte (gesamte Schlafzeit für die ganze Familie betrug in der Nacht ca. 4 Stunden)

So benutzte sie halt für die wichtigen Dinge nur noch die linke Hand...

Am nächsten Morgen sind wir also wieder unseren Lieblingsschildern gefolgt.

Wer unsere Lebensgeschichte mit Jamie & Holly kennt, der wird uns verstehen. Mit einer gewissen Regelmäßigkeit befinden wir uns des Öfteren am Wochenende in der Notaufnahme der örtlichen Krankenhäuser...

So auch dieses Mal. Und wie man auf diesen Bildern leider kaum erkennt ist der rechte Arm zum ersten Mal gebrochen. Kommen wir also zur Frage der Woche: Wieviele Krankenschwestern braucht man um Holly's Arm in Gips zu legen?

Ach ja, Jamie's Kommentar zu Holly's Armschiene:"Die Holly hat einen KNIPS am Arm."

Nun gut, jetzt nur noch zwei nette Bilder vom Heimweg. Das erste zeigt ein Auto, das von einer Minderjährigen (ca. 10 Jahre alt) gefahren wird. Sie überholte mich in großen Schlangenlinie bei Tempo 80 (Miles per Hour). Ihr Vater hatte sie bei der Autofahrt auf den Schoss genommen.

Das andere Bild zeigt ein Wegweiser zu einem Museum. Ich dachte, daß dieses Bild Robert Schlappa (Verwandter von Conni) gefallen wird. Ist sicherlich auf BASF Niveau... ;-)


So, das war es dann auch schon. Mit einem schönen Gruß aus dem verschneiten Colorado

Peter, Conni, Jamie-Lee und Holly

P.S. In Denver hat es während unserer Abwesenheit das erste Mal seit 14 Jahren an Weihnachten geschneit. Wir hatten in Ozark nur einen grauen Himmel ohne Sonne...

29.12.1997