The Tögel Family - Life On The World Wide Web - Auswanderung in die USA

Rundmail aus Denver - Nr. 28

Sehr geehrte Damen und Herren,

und hier ist sie:

Die neue Mega-Rundmail aus dem Hause Tögel!

Entstanden bei 180 Decibel Kindergeschrei und nach 60 schlaflosen Nächten.


Die Themen:

Der Finanzberater
Der kostenlose Urlaub
Nur 48 Stunden
Die Umfrage
Das Auto
Jamie's Weisheiten
CD-Tip des Monats
Allgemeine News
Holly's Sprüche
Gedicht des Tages


Der Finanzberater

Die heutige Rundmail startet mit einem aktuellen Finanzreport zu unseren Finanzen. Um diesen zu erhalten, hat meine Frau den Rat eines Finanzberaters eingeholt. Zu aller Freude war dieser Rat sogar kostenlos - er wurde von unserer Krankenkasse bezahlt. Ich glaube es ist so eine Art Vorsorge gegen Nieren- und Gallensteine. Oder war es gar eine Behandlung gegen Herzinfarkt?

Und wie sieht es nun mit der Finanzlage der Familie Tögel aus? Nun, er meinte das es viel schlechtere Lagen gibt. Wenn man unsere Einsparungsmaßnahmen anschaut, dann haben wir alle erdenklichen Notbremsen gezogen. Weitere Einsparungen sind schon nicht mehr möglich. Umschuldungen sind derzeit nicht zu empfehlen. Höchstens Gehaltserhöhungen...


Der kostenlose Urlaub

"Sie haben gewonnen!" So oder ähnlich muß es Conni wohl am Telefon in Englisch gehört haben. "Sie müssen jetzt nur noch vorbeikommen, 90 Minuten zuhören und dann haben Sie mindestens 2 Tage in einem unserer Luxus Resorts gewonnen."

Conni, die bei dem Wort Urlaub schon in eine tiefe Hypnose versank, bestätigte sofort den Termin und teilte mir mit, daß ich am Donnerstag um 17 Uhr schon das Geschäft verlassen muß. So besuchten wir also das Büro der "Ramada Resorts". Hier ein Mitschnitt (incl. Übersetzung) des Gespräches...

Rezeptions Tante: Willkommen bei Ramada Resorts. Unserer Verkaufsberater wird gleich bei Ihnen sein.

Peter: Verkaufsberater? So, was verkaufen Sie denn?

Rezeptions Tante:Wunderbare, blablabla....

Verkaufsberater:Herzlich willkommen, Herr und Frau Togle.

Peter: T ö g e l !!!

Verkaufsberater: Uppps, sorry Herr Tooogl. Wenn Sie mir bitte folgen würden...

Peter, Conni und der Verkaufsberater gehen in einen Raum in dem schon 8 andere Verkaufsberater die Gespräche mit anderen ahnungslosen Opfern aufgenommen haben.

Peter: So, um was geht es hier?

Verkaufsberater: Um Urlaub. Gehen Sie gerne in den Urlaub?

Peter: Nö, wieso?

Verkaufsberater: Uppps, wie? Sie gehen nicht gerne in den Urlaub?

Peter: Genau! Ist furchtbar langweilig und kostet immer so viel Geld.

Verkaufsberater: Jaaa.... also ich kann ihnen helfen, Geld beim Urlaub zu sparen. Unser Oberverkäufer hält gleich eine kurze Ansprache und zeigt ihnen dann ein Video über unser Programm auf dem Großbildschirm. Klatschen sie bitte wenn er reinkommt. Das würde ihn sehr freuen...

Der Oberverkäufer betritt den Raum. Peter Tögel bleibt regungslos. Alle andere "Gewinner" incl. der Verkaufsberater klatschen.

Oberverkäufer: Ramada blablabla....

Das Video startet. Der Verkaufsberater am Nebentisch schließt seine Augen und schläft. 20 Minuten später haben wir 200 Mal das Wort Ramada gehört und wissen wo Models Urlaub machen.

Verkaufsberater: Ist unser Programm nicht wunderbar?

Peter: Ja, und?

Verkaufsberater: Urrrg. Ja, äh, wie oft pro Jahr gehen Sie denn so in den Urlaub?

Conni: So alle zwei Jahre einmal.

Verkaufsberater: Und was geben Sie so pro Nacht in einem Hotel aus?

Peter: 20 Dollar!

Verkaufsberater: Ähhh.... 20 Dollar? Wo übernachten Sie denn?

Peter: In wunderbaren kleinen Motels! Spart jede Menge Geld und ist genauso gut!

Verkaufsberater: Mmmmm. Gut, der Durchschnitt einer Übernachtung ist normalerweise 100 Dollar. Wenn wir das mal 7 Tage Urlaub nehmen und dies für die nächsten 50 Jahre machen, dann würde sie das 35000 Dollar kosten. Und das Geld ist zum Fenster hinausgeschmissen. Warum kaufen Sie sich nicht ein Heim? Das ist wesentlich günstiger. Nehmen wir einmal an... (blablabla, rechen, rechen, blabla

Peter:Das ist ja schön und gut. Wir geben aber keine 100 Dollar aus. Haben sie das vergessen? 20 Dollar!

Verkaufsberater: Äh, das wird wohl ein kurzes Gespräch. Wollen Sie nicht einmal nach Hawaii, San Francisco, oder die Ostküste?

Peter:Nö!

Conni:Hawaii vielleicht...

Verkaufsberater: Guuut! Kommen sie einmal mit. Hier sehen sie unser Luxus-Resort in Hawaii. Ist das nicht schön?

Peter:Nicht besonders!

Verkaufsberater: Und hier sehen sie eine Standard Einrichtung eines Zimmers. Hier ist z.B. die Küche.

Conni:Eine Küche? Dann ist es ja kein Urlaub.

Verkaufsberater: Und jede Wohnung hat ein Balkon mit wunderbarer Aussicht.

Peter:Wow, ein Balkon mit einer Strandtapete! Welch Luxus.

Verkaufsberater: Grummel, grummel..... So. Haben Sie noch Fragen?

Peter:Ja, wann sagen sie uns endlich was das alles kosten soll.

Verkaufsberater: Naja, nehmen wir also Mal die Durchschnittkosten von .... plus... mal ...minus.....macht bei einer Anzahlung von 4000 Dollar ein Monatsbeitrag von 400 Dollar.

Peter:Wow, und das für ein Urlaub ohne Flug. Da kann ich mir ja ein Auto davon kaufen.

Verkaufsberater: Uppps. Warten sie mal einen kurzen Moment.

Der Verkaufsberater verlässt mit einem sichtbaren Kopfschütteln den Raum. Er blickt noch einmal kurz auf seine Uhr und fragt seinen Chef etwas. Anschließend kommt er zurück an den Tisch. Zu diesem Zeitpunkt haben wir erst 40 von 90 Minuten in den Räumen von Ramada Resorts verbracht.

Verkaufsberater: Kommen sie mal mit. Und nehmen sie ihre Jacken gleich mit. Aber leise, damit die Anderen nix merken.

Der Verkaufsberater begleitet uns zum Ausgang wo eine Frau an der Preisausgabe auf uns wartet.

Verkaufsberater: Einen schönen Abend noch. Frau XY wird ihnen dann noch ihren Preis geben.

Ein frustrierter Verkaufsberater verläßt die Szene.

Die Preisfrau: Bitte ziehen Sie jetzt hier noch ein Los. Sie können damit einen der Preise auf der Tafel gewinnen.

Peter:Ich hoffe wir haben ihren armen Verkaufsberater nicht frustriert....

Die Preisfrau: (Im Flüsterton) Oh nein, der ist alles andere als arm....

Conni zieht in der Zwischenzeit den 2. Preis.

Die Preisfrau: Gratulation. Sie haben den zweiten Preis gewonnen. Fünf Tage in unserem Luxus Resort in Hawaii! Bitte unterschreiben Sie hier....

Wir verlassen grinsend die Räume....

Conni erzählte übrigens ihrer Mutter am Sonntag vom Preis. Auf die Frage von Conni ob sie im Sommer vielleicht hier herkommen möchte (um die Kinder während des Hawaii-Urlaubs zu hüten), sagte ihre Mutter nur:" Was soll ich denn in Hawaii?" Mmmmh, ich glaube sie hatte das wohl nicht verstanden.

Ach ja, wenn Sie ein Heizungsinstallateur (Wasser/Rohr/Sanitär Fritze) sind, dann können Sie eine kostenlose Übernachtung in einem Denver Vorort gewinnen. Sie sollten nur Ihr Werkzeug mitbringen und unser Leck in der Warmwasserversorgung fixen. Sie können dann im Gästezimmer eine Nacht verbringen (Der Rechtsweg ist ausgeschlossen! Wer zuerst den Schaden behebt, der kann gewinnen.) Ob es wohl daran liegt, daß Holly immer ihre Schmusedecke in die Toilette wirft?.


Nur 48 Stunden

Ja, es waren nur 48 Stunden - doch in auch für 48 Stunden kann ein Trip nach Tokyo zu einer schönen Lehrstunde werden. So bin ich also geschäftlich am Sonntag vor dem "Truthahntag" nach Japan geflogen.

1. Erfahrung:
Wenn man an einem Sonntag Morgen in Denver losfliegt, kommt man am Montag Abend in Japan an. Vom Flughafen sind es dann nur noch 1,5 Stunden zur Stadtmitte. Fast wie beim Flughafen in München...

2. Erfahrung:
Wenn man beim letzten Tokyo Flug für ein kleines Coca Cola 8 Dollar zahlte, dann ist es besser wenn man sein Cola selber mitbringt. So geschehen. Das einzige Mal, wo ich in Japan in der Öffentlichkeit gegessen habe, war beim Frühstück im Mc Donalds. (Es gab Fishmac...)

3. Erfahrung:
Ich habe es mir ja schon fast gedacht. Hier sieht man die Zukunft von Bankangestellten. Hier haben 60 Prozent der Banken schon keine Schalterangestellten mehr. Diese Bank hatte über 50 Schalter!

4. Erfahrung:
Es gab sogar eine japanische Spezialität, an der ich mich zu Tode essen könnte. Jawohl, herrlich Kuchen und Süsspeisen!

5. Erfahrung:
Ist dies der Grund warum Japaner so gute Kuchen machen? Diese Konditorei war auf jeden Fall ein gutes Beispiel...

6. Erfahrung:
Die Telefone waren allerdings schon so klein, man konnte die Wahltasten kaum mehr sehen. Aber die Japaner sind ja auch so klein...

7. Erfahrung:
Die Weihnachtsdekoration in der japanischen Hauptstadt wurde wohl von einem Heizungsinstallateur gemacht. Man braucht eben nicht für jeden Beruf die passende Ausbildung....

8. Erfahrung:
Auf der Suche nach japanischen Kinderspielzeug bin ich nur auf elektronisches Krampfspielzeug gestossen. Das würde die gespenstischen Wandmalereien in den Strassen von Tokyo ein wenig erklären...

9. Erfahrung:
Wer einmal in einer Zeitmaschine reisen will - der fliegt United Airlines. Mein Heimflug ging am Mittwoch Abend um 19.30 Uhr auf die Reise. Meine Ankunft in Denver erfolgte am selbigen Mittwoch Abend gegen 18.00 Uhr. Man kommt also an befor man abfliegt... Und dazu kann man L.A. in Miniaturformat sehen.


Die Umfrage

Wir fragen um! Genauer gesagt, wir wollen Eure Meinung zu dieser Homepage haben. Was gefällt Euch - was findet ihr schlichtweg sinnlos - was wollt ihr hier gerne lesen - welche Themen wollt Ihr besser bebildert - ...

Bitte sendet Eure Anregung an "ptogel@diac.com" .

Vielen Dank!


Das "Auto"

Für die Freunde der Familie Tögel ist es sicher schon ein Alptraum. Was ist es dann wohl für uns? Unser Chevrolet! Im Monat November haben wir das Wrack nur drei Mal in der Werkstatt gehabt:

2 Reifen (130 Dollar) - die alten zwei zeigten eine Vollglatze....

1 Kilometerzähler (300 Dollar) - der alte hatte leider den Geist aufgegeben...

1 Reifen (kostenlos!!!!) - der hatte leider schon begonnen Luft in die Freiheit zu lassen....


Jamie's Weisheiten

"Heute ist ein lieber Tag. Wir tun gar nicht Mamma stauchen, Holly schlagen und Mammas Nase bohren."

"Der Debbler braucht mehr Streichler." (Sollte eigentlich heißen, daß das Computerprogram "Dabbler" mehr Speicher braucht...)

"Weil er Fleisch machen will." (Dies ist die Antwort auf die Frage:"Warum schiebt der Daddy das Brot in den Ofen?")

"Ich schaue gerade French Toast an!" (Flintstones)

"Du bist ein Nußkacker!" (Nußknacker)

"Ansechsen (Insekten) - an denne kamer sich verletzen!


CD-Tip des Monats

Eine schöne CD ist mir gerade noch ins Haus geschneit. "Boomerang"von einem Künstler namens Bruce Carroll. Bruce ist derzeit ein Praise und Worship Leader in einer jungen Kirche in Denver.

Bruce Carroll

Die CD ist seine Siebte, die zweite im bekannten BENSON Label aus Nashville. Und wenn Ihr sie im Laden seht, dann solltet Ihr mal reinhören. Ohrwürmer wie der Titelsong Boomerang, WGOD und Pray Hard haben sich schon nach zweimaligen Hören in mein RAM gebrannt. Hmmmmm......


Allgemeine News

Es weihnachtet sehr, hier in Denver. Allenthalben sind die Behauseungen der Eingeborenen mit energiezappenden Lichtlein und Plastikschneemännern ausstaffiert. Und weil wir das so gewohnt sind (Nachbar sein in Deutschland hat uns gut das schlechte gelehrt), haben wir uns gleich dem Wettrüsten angeschlossen und haben somit den Titel "Hellstes Haus in unserer Sackgasse" errungen.

Dafür essen wir zu Weihnachten nix "Ganses" und nix "Halbe s", dann sind wenigstens die Kosten wieder gerechtfertigt.

Apropos Essen: An Thanksgiving hat doch Conni glatt vergessen, die Innereien aus dem Vogel herauszunehmen. Ich wusste gar nicht, daß man Truthähne auch so braten und essen kann...

Holly's neuester Freund ist der Hund "Schnoodle" (halb SCHNauzer, halb pOODLE, daher der Name), ein kleiner Kläffer unserer neuesten Freunde in der Nachbarschaft. Sie teilen sich alles: Holly's Lieblingspuppe "Biiihhh", Schnoodle's Essen und zum trinken legen sich die beiden vor die Wasserschüssel und labbern Wasser mit der Zunge - IIIIIhhhhhhgittt! Holly hat auch schon ihre Füsse darin gebadet, aber der einzige Effekt davon waren nasse Füsse (wenigstens war danach der Küchenboden mal wieder etwas sauber gewischt.).


Holly's Sprüche

Tkkrr Tigger (Puuh Bär's Freund)
Buuhh Puuh (Tigger's Freund)
Piihh Piglet (Freund von Tigger's Freund und Freund von Puuh Bär's Freund)
Au Owl ( Freund von Puuhbär's erstem Freund und seinem zweiten Feund, sowie der Freund von Tigger's erstem Freund und seinem zweiten Freund, sowie Piglet's Freund)
Baaah Barney (hässlicher violetter Dinosaurier aus'm Glibberkasten. Singt, tanzt und ist unheimlich doof)
Eida Big Bird, Ernie, Elmo, Krümelmonster, etc. (fusselige Viecher aus'm Glibberkasten, Sesamstrasse heisst die Sendung dazu)
Knjuuu knutschen
Muu Mond oder das was die Kuh sagt
Mau das was die Katze sagt
HOLLIIIIHHH das, was Mama sagt, wenn Holly ihre Schmusedecke in die Toilette wirft


Gedicht des Tages

Schmusedecke ab ins Klo,
Mama nervt mich sowieso.
Ist die Decke voller Getriefe,
kriegt die Mamma schier die Krise.


So, das war es mal wieder. Mit einem schönen Gruß aus der Irrenanstalt Tögel

Peter, Conni, Jamie-Lee und Holly

14.12.1997