The Tögel Family - Life On The World Wide Web - Auswanderung in die USA

Rundmail aus Denver - Nr. 10

Terror Ahoi!

Spät, aber hier ist sie! - Die neue Rundmail aus Denver!

Warum grüßen die Tögel's wohl mit dem Gruß "Terror Ahoi"? Das kann wohl nur daran liegen, daß die letzte Woche mehr als besch..."eiden" ablief. Und es scheint kein Ende zu nehmen. Es geht gerade so weiter...


Zu den Themen:

Qualität kostet eben!
Closing - noch Fragen Tögel?
Der Körperteil mit den drei Punkten!
Der Umzug!
Die Anschrift!
Die 5 Dinge, die man zur Übersiedlung braucht!
Das Gedicht der Woche!


Qualität kostet eben!

Wie in der letzten Rundmail schon angekündigt, unser Auto hat sich mal wieder von der Strasse verabschiedet. Dieses Mal kamen die Geräusche von einem Teil des Allradgetriebes (Transfer Case & Joint of Rear Driveshaft). Am Montag brachten wir also das Auto zur gelobten Chevrolet Reparatur Werkstatt.

Der erste Kostenvoranschlag für das Öffnen und Nachschauen war noch angenehm: Ca. 300.- US$ sollte uns der Spaß kosten. Doch die Nachricht am Tag danach war schon nicht mehr so witzig: Das Ganze wird auf ca.1800.- US$ aufgerundet! Und das gerade in der Woche vom Hauskauf. Da uns leider keine Alternative am Horizont erschien, haben wir dann eingewilligt.

Mit Mietwagen haben wir damit in dieser Woche 1840.- US$ in den Aschenbecher geleert.... Als wir das Fahrzeug dann am Freitag abholen wollten (natürlich nicht ohne eine Stunde auf die Rechnung gewartet zu haben), stellten wir beim wegfahren fest, daß die Windschutzscheibe einen Sprung hat. Beim genaueren Nachforschen fanden wir heraus, daß die gutgemeinte Fahrzeugwäsche das Glas gesprengt hatte. Zum Glück mußten wir dieses Mal nicht wegen einer kostenlosen Reparatur herumdiskutieren. Die Werkstatt erkannte den Fehler (Wasche nie ein Auto der Familie Tögel!) an und theoretisch soll heute noch jemand mit einer Ersatzscheibe vorbeikommen...


Closing - noch Fragen Tögel?

Ja - endlich! Am Mittwoch den 15. Mai 1996 hatten wir den Tag der tausend Unterschriften. Hier nennt man das CLOSING. Das ist der Teil von Hauskauf, bei dem man sich beim Notar trifft und nur noch Unterschriften leistet. Wollte man alles lesen, ist man sicher 24 Stunden lang beschäftigt. Der schönste Teil am langweiligen Nachmittag war auf jeden Fall unsere Tochter Jamie. Sie spielte eigentlich sehr lange, sehr lieb, in einer Ecke des Raumes. Plötzlich meinte sie aber, daß es an der Zeit ist, einen Zwerg von Schneewittchen (...dies ist so eine 15 cm große Weichplastikfigur von Walt Disney) in die Luft zu werfen. Dieser landete natürlich genau vor Frau Notar. Diese starb fast an einem Herzkasperl! Köstlich.... Am Ende von diesem Tag waren wir auf jeden Fall weitere ca. 7000.- US$ ärmer und ein Haus reicher...


Der Körperteil mit den drei Punkten!

Welcher Körperteil des Menschen hat drei Punkte? (Ich gebe es jetzt schon zu, daß dies ein schlechter Witz ist...) Ja - der Blinddarm! Genau dieser hat mich dann am Freitag urplötzlich verlassen. Verspürte ich doch am Donnerstagnachmittag noch so ein leichtes Grummeln im Bauch, da wollten mich am Freitagnachmittag die größeren Schmerzen nicht mehr in Ruhe lassen - also ab ins "Hospital".

Im Krankenhaus angekommen (18 Uhr), wurde ich dann auch gleich in die Liste der Opfer aufgenommen. Der Arzt meinte noch:"Das wird nur ein 2-3 cm großer Schnitt...", da lag ich gegen 23 Uhr schon auf dem OP-Tisch (Ohne Panik Tisch). Gegen 1:30 Uhr brachte man mich dann in mein Zimmer. Meine Frau meinte nur: "So habe ich den Tögel noch nie gesehen..." (Was sie wohl damit meinte?). Nachdem man mich in der Nacht dann alle 30 Minuten zur Untersuchung geweckt hatte, könnt Ihr euch sicher vorstellen wie meine Laune am nächsten Morgen war... Keinen Blinddarm - keinen Computer!

Da lag ich nun den Samstag und Sonntag im Krankenhaus mit einem Fernseher, der nicht einmal das Formel-1-Rennen überträgt. Grausam! Beim Bestaunen der Narbe stellte ich dann auch noch fest, daß aus der 2-3 cm langen Narbe eine 10 cmlange Narbe geworden ist. Man hat wohl bei der Öffnung des Mega-Bauchs den kleinen Blinddarm nicht gleich gefunden....

Eines muß man den Amis auf jeden Fall lassen: Auch hier ist alles ein "Drive-through". Schon am Montag Morgen (nach 2,5 Tagen) wurde ich wieder aus dem Krankenhaus entlassen. Jetzt noch zwei Tage Schonkurs und weiter geht das Leben...


Der Umzug!

Montag - war das nicht der Tag meiner Entlassung? Kann man uns nicht auch mal einen Tag zur Ruhe kommen lassen? Heute ruft jedenfalls unser Mieter/Vorbesitzer aus unserem neuen Haus an und teilt mir mit, daß er bereits am Wochenende ausziehen wird. Damit zerplatzen sogleich alle Umzugspläne vom 15. Juni 1996. Jetzt heißt es schnell umdisponieren. Prima! Meine Frau und ich dürfen die nächsten 4-6 Wochen keine schweren Gegenstände (über 7 Kilo) heben und dazu kommt die aktuelle Geldnot (resultierend aus dieser Woche), die uns verhindert einige Umzugshelfer zu engagieren. Da bleibt jetzt nur die Hoffnung auf unseren Besuch! Mögen die nächsten Gäste gute Laune und frische Muskeln mitbringen, um uns hier weiterzuhelfen. Ab dem 27. Mai 1996 werden wir dann in unser neues Haus einziehen. Möge dieses Haus uns keinen Ärger machen... (...sprachs und träumte weiter...)


Die Anschrift!

So, für alle die uns mal eine Karte schreiben wollen oder uns eine Sach-, bzw. Geldspende zusenden wollen:

Unsere neue Anschrift:

Peter, Conni & Jamie-Lee Tögel
3791 South Pitkin Court
Aurora, Colorado 80013
USA
Telefax: +1 303 617 7348
(vorauss. ab Juni 96)
E-Mail: ptogel@diac.com


Die 5 Dinge, die man zur Übersiedlung braucht!

5. Geld und einen gesunden Body!
4. Einen amerikanischen Partner!
3. Einen Job!
2. Nerven!
1. Ein deutsches Auto!


Das Gedicht der Woche!

Autoscheibe
Rübenreibe
Toastbrotscheibe
Neue Bleibe


So, das war die Mail von der Mega-Woche.

Wir wünschen Euch auf jeden Fall ein angenehmeres Leben und einen Gruß vom Tal des Chaos,

Peter, Conni, Jamie-Lee & das Strampeltier aus dem Bauch.

21.05.1996