The Tögel Family - Life On The World Wide Web - Auswanderung in die USA

Rundmail aus Denver - Nr. 03

Ein kräftiges "Hi und Dudeliö" nach Übersee!

Heute, am 1. April vor vielen Jahren (1989) haben wir (Conni & Peter) uns das "Ja-Wort" gegeben. Das heißt, wir sind jetzt schon 7 Jahre verheiratet und wir haben uns noch nie gestritten! ;-)

Nun ja, jetzt aber mal ehrlich: Es hat sich gelohnt! Conni ist wohl das beste Stück, das ich mir vorstellen kann. Und die Fortsetzung "Jamie-Lee" ist wohl die beste Blondine, die man sich vorstellen kann.

Deshalb gingen wir am Sonntag in das Cafe Berlin, ein dt. Restaurant mit dt. Brot. Das war dann aber auch schon alles, was gut war. Denn die Essenszubereitung hat uns eher an einen Koch vom Oktoberfest erinnert. Zu kleine Teller, mehlige Spätzle, unschwäbischen Kartoffelsalat, ... Es geht halt nix über ein Essen bei Mutter oder Schwiegermutter. Also: Auf die nächsten 7 Jahre (mal sieben, mal sieben, mal sieben,...)


Was ist sonst so passiert?

Das geniale Michael W. Smith Konzert
Das HUD Haus oder “"2 Häuser sind zuviel”
Die Hausuntersuchung
Jamie's Ideen
Die Nacht der Toilette


"Das geniale Michael W. Smith Konzert"

Wer Michael W. Smith noch nicht kennt, dem soll gesagt sein, daß es einer der ganz Großen in der christlichen Musikszene ist. Er war einmal der Keyboarder von Amy Grant und war selber schon mehrmals in den Top 20 der amerikanischen Hitparade. Musikstil/Schublade: Pop/Rock

Die Halle in Denver war nicht ganz ausverkauft. Nur ca. 8000 Fans hatten sich eingefunden. Man muß wissen, daß zur selben Zeit die Rockies (Denver's Baseballteam) ihren ersten Auftritt in dem nicht allzu entfernten Stadion hatten.

Als erstes betrat die Band Three Crosses die Bühne. Nicht schlecht, kann ich da nur sagen. Und dazu der beste Sound, den ich seit langem gehört habe. Die ersten Gefühle von: "Hier fühle ich mich wohl - hier bin ich Zuhause!" stellten sich ein. Warum soll ich wieder zurück nach Deutschland, wenn es hier doch so professionelle Konzerte und gesegnete Künstler gibt.

Dann eine vier Minuten Umbaupause! Solch einen perfekten Wechsel habe ich noch nie gesehen!

Die nächste "Vorgruppe" war Jars of Clay. Mein Kommentar: Schön wenn die Teenies ausflippen, doch wo waren die guten Songs? Da zeigt sich mal wieder, daß man nur wie der "Take That"-Sänger aussehen muß, um als Interpret Erfolg zu haben...

Anschließend war es dann Zeit für Michael W. Smith! Eine Riesen-Bühne mit einer Riesen-Leinwand und einem Riesen-Laufsteg mit einer kleinen, drehbaren, runden Bühne in der Saalmitte waren die Zutaten für eine Super-Show. Und hier zeigte sich all die Erfahrung, die er über die Jahre gesammelte hatte.

Mit einem großen Percussion-Solo begann das Konzert und plötzlich erschien Michael W. aus dem Nichts auf der kleinen Rundbühne. "Cry For Love", sein erster Titel des Abends riß die Mengen sofort mit.

Ich habe wirklich noch nie solch einen geistlich ansprechenden und doch professionellen Auftritt eines christl. Interpreten gesehen. Die besten deutschen christlichen Konzerte wirken dagegen wie Kinderkram. Wer die Chance hat, hier in den USA die Show mal zu sehen -> Hingehen. Und mehr soll auch nicht verraten werden.


"Das HUD-Haus" oder "2 Häuser sind zuviel"

Dem einen oder anderen Leser dieser Mails ist sicherlich noch in Erinnerung, daß wir bei einem HUD-Haus mitgesteigert haben. Wie schon berichtet, sind wir damals nur Zweite geworden. Mittwoch letzter Woche haben wir allerdings noch einen Anruf bekommen: Von HUD! Man teilte uns mit, daß wir das Haus jetzt doch bekommen können, da der Erstplazierte der Versteigerung sich doch nicht qualifiziert hat. Klasse! Jetzt könnten wir auf einmal zwei Häuser bekommen. Zu Eurer und unserer Beruhigung: Wir haben HUD abgesagt und arbeiten weiter an der Finanzierung des schönen Hauses aus dem letzten Rundmail.


"Die Hausuntersuchung"

Letzten Donnerstag haben wir dann das Haus mit einem Gutachter besucht. Er hat das Haus unter die Lupe genommen. Sein Kommentar: "Ich habe selten ein 17 Jahre altes Haus gesehen, das so gut in Schuß gewesen wäre".


"Jamie's Ideen"

Jamie wachte letzte Woche um 3.30 Uhr Nachts auf und wollte Wasserfarben malen. Wollt Ihr nicht auch Kinder haben (vielleicht sogar unseres????)?

Heute Morgen gegen 5 Uhr hatte sie die fixe Idee, sie müsse jetzt sofort ein Video glotzen... (Mutter hat natürlich sofort vehement abgelehnt, was natürlich sofort sirenenartige Schreie aus der Kleinen lockte. Jamie war erst unter Androhung der Prügelstrafe zum Schweigen zu bringen.)

Jamie hat uns heute gefragt, was Hunde so essen. Da haben wir ihr gesagt, daß Hunde gerne Fleisch essen. Darauf antwortet sie: "Ba-Bert (Ihr ehemaliger Lieblingsnachbar!) isst auch immer nur Fleisch!"


"Die Nacht der Toilette"

Donnerstag war der Tag der Toilette? Warum? Naja, die Toilette hatte vergessen, wie man das Wasser stoppt. Das Wasser lief also den geschlagenen Tag lang - bis man den Hahn zudrehte. Das ging so lange gut, bis sich Jamie in der Nacht dazu entschieden hatte, zu spucken. Was macht man, wenn man spucken muß? Man spuckt in die Toilette. Anschließend warf man noch die ZEWA Tücher, die man für die Reinigung der Wohnung brauchte, in die Toilette. Der Hahn wurde wieder aufgedreht, und die Spülung setze ein! Der Nachteil: Meine Frau warf so viel Tücher in die Toilette, daß eine "Verstopfung" einsetzte. Da das Wasser aber wegen des Defekts weiterlief, wurde schon nach kurzer Zeit eine mittlere Überschwemmung daraus. Das war der Zeitpunkt, wo mich (Superman) zwei schreiende & kreischende Frauen aufweckten. Die Tochter wurde kurzerhand in die Badewanne gestellt - denn nur dort war sie vor dem Überraschungssee im Bad in Sicherheit. Mit einem sicheren Griff zum Wasserabstellhahn rettete Superman die Bewohner von 315 Zang Street (und hier zeigte sich einmal wieder, warum Superman Handtücher in der Größe 2 Meter auf 1,5 Meter benutzt...)


So, das war es mal wieder. Jetzt bist Du mit einem Leserbrief an der Reihe!

Grüetzi,
Peter, Conni, Jamie-Lee & der 4. Tögel im Bunde

01.04.1996